Städtisches Flair direkt am Flussufer Umbau der Rheinpromenade in Monheim startet am Montag

Monheim · Breite Stufen führen demnächst zum Rhein. Fuß- und Radwege werden erweitert, und der Vorplatz der Kulturraffinerie entsteht. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende August 2025. Gebaut wird in zwei Abschnitten. Dafür müssen Vollsperrungen eingerichtet werden.

Für den Umbau muss die Rheinpromenade ab kommenden Montag abschnittweise voll gesperrt werden.

Für den Umbau muss die Rheinpromenade ab kommenden Montag abschnittweise voll gesperrt werden.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Zur Eröffnung der Kulturraffinerie K714 soll die Monheimer Rheinpromenade ein komplett anderes Erscheinungsbild haben als heute. „Neun Millionen Euro“ kostet das ambitionierte Projekt, das den Fluss näher an die Stadt bringen soll, sagt Ella Luff, Fachbereichsleiterin Bauwesen im Rathaus. Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Nachdem zunächst der Kanal im Inneren saniert worden ist, startet ab kommenden Montag der Straßenumbau von der Straße Am Kielsgraben bis zum Geysir. 18 Monate sind für die Arbeiten angesetzt. „Im August 2025 soll der Verkehr wieder ungehindert fließen können“, berichtet Tanja Bamme, Sprecherin der Stadtverwaltung.

Die Maßnahme erfolgt in zwei Abschnitten. Zuerst wird die Strecke vom Kreisverkehr Am Kielsgraben bis zur Zufahrt des Gewerbegebiets Rheinpark erneuert. Dann ist das Stück bis zum Kreisverkehr Kapellenstraße dran. Dafür werden laut Stadtverwaltung Vollsperrungen eingerichtet.

Der Verkehr wird über die Nieder-, Daimler-, Haus-Georg-Schukat-Straße und die Straße Am Kielsgraben umgeleitet. Radfahrer können auch während des Umbaus weiter entlang der Rheinpromenade fahren, teilt Bamme mit.

Wenn alles nach Plan verläuft, können die Spaziergänger im Spätsommer 2025 auf breiten Stufen in Höhe der Kulturraffinerie K714 sitzen und entspannt aufs Wasser schauen. Jedenfalls gibt es demnächst mehr Fläche zum Flanieren und Genießen als bisher. Zwei weitere Stufen-Elemente sollen den Blick zum Strom am Geysir und am Schiffsanleger öffnen. Geplant sind neben den Freitreppen auch naturnahe Gehwege am Ufer, neue Sitzgelegenheiten sowie eine Umgestaltung der Straße und der Radwege.

Die Straße wird für Radler freigegeben und die Geschwindigkeit wird von Tempo 50 auf Tempo 30 für Autos reduziert. Auch der Vorplatz der Kulturraffinerie wird in der 18-monatigen Bauphase mit Pflanzinseln und Sitzmöglichkeiten attraktiv gestaltet. Leisten mit Leuchten tauchen das Gelände dann abends in ein angenehmes Licht.

Und es gibt eine Fahrradverleihanlage, berichten die Ingenieure vom Büro Leinfelder. Anstoß für die komplette Maßnahme ist der Ausbau der ehemaligen Shell-Abfüllhalle zu einer multifunktionalen Eventhalle mit einer gewünschten Ausstrahlung in die gesamte Region. Es wird zusätzliche Überwege (zwei davon im südlichen Abschnitt) für die Fußgänger geben. Die Bushaltestellen bleiben erhalten, werden aber neu geordnet und barrierefrei ausgebaut. Wird die Fahrbahn auf 6,50 Meter zusammengedrückt, erhalten Nutzer der Promenade mit elf Metern bald doppelt so viel Raum wie aktuell, heißt es. So wird Platz geschaffen für Fußgänger sowie gemütlichen, touristischen Radverkehr in zwei Richtungen.

Schnelle Fahrer können die Straße nehmen. Sitzgelegenheiten finden entlang der Promenade Platz.

An der Einmündung in den Rheinpark ist die Straße etwas breiter vorgesehen, damit eine Abbiegespur eingerichtet werden kann. Die Grüngestaltung des Uferberichs muss zeitlich vom Umbau entkoppelt werden, weil die Genehmigungsverfahren aus Düsseldorf länger brauchen. Das Büro Strauchwerk übernimmt die Planung der Freianlagen, dazu zählen die Wege am Ufer und bauliche Höhepunkte sowie die Gestaltung des K714-Vorplatzes.

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