Stadtsparkasse spendet Erträge

Stadtsparkasse spendet Erträge aus dem Prämiensparen. Ein Nutznießer ist der Verein „Sag’s“.

Langenfeld. Am Donnerstagmorgen bekam Alexandra Schneider angenehmen Besuch: Die Vorsitzende von „Sag’s“, dem Verein gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, empfing in den Geschäfts- und Therapieräumen an der Düsseldorfer Straße Stadtsparkassendirektor Dirk Abel. Und der brachte einen Scheck aus dem Prämienspar-Zweckertrag des Geldhauses mit.

Einmal im Jahr vergibt die Stadtsparkasse aus diesem Ertrag Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen und Vereine, die in Langenfeld aktiv sind. Vier von fünf Euro für ein PS-Los sind der Sparanteil, ein Euro fließt in den Lotterietopf ein. Daraus werden monatliche Gewinne zwischen 2,50 und 250 000 Euro ausgeschüttet. 25 Cent jedes Loses entfallen auf den Zweckertrag. Bis 31. März jedes Jahres können Vereine und Institutionen, die sich am Gemeinwohl orientieren, ihre Zuwendungsbitte an die Sparkasse einreichen.

30 Vereine kommen in diesem Jahr in den Genuss der seit vielen Jahren geübten Praxis. Mehr als 67 000 Euro standen diesmal bereit. Während sich die betroffenen Vereine bisher zu einer gemeinsamen Runde im Sparkassen-Sitzungssaal einfanden, wurde nun ein anderer Weg gewählt. Leitende Mitarbeiter überbringen jeder einzelnen Gemeinschaft ihre Zuwendung persönlich. „Auf diese Weise kommen wir noch näher mit den Menschen in Kontakt und erfahren mehr über ihre gemeinnützige Arbeit und die Projekte, die sie mit dem Betrag realisieren möchten“, sagt Dirk Abel im Gespräch mit Alexandra Schneider, deren Verein den Auftakt der Rundtour bildet.

Immer mit dabei ist ein rotes Paket, das im Laufe der nächsten Wochen bei der symbolischen Übergabe von Empfängern gereicht wird. „Es ist nicht immer leicht für uns, zu entscheiden, welcher Verein welchen Zweckertrag und in welcher Höhe erhalten soll“, sagt Abel.

Die Wünsche könnten nicht vielseitiger sein. Da braucht der Deutsche Kinderschutzbund eine Industriespülmaschine für den Kindergarten Brückentor. Da möchte der Schulverein der Grundschule Götscher Weg Kinderfahrzeuge für die Pausen anschaffen. Die Parkinson-Vereinigung benötigt Sportgeräte für den Behindertensport.

Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) will von der Zuwendung Tische und eine Schrankwand für seinen Veranstaltungsraum kaufen, der Förderverein Wasserburg Haus Graven will seine Zuwendung zur Anschaffung eines Konzertklaviers verwenden.

Und „Sag’s“? „Wir haben einen Jahresetat von 210 000 Euro für Prävention in Schulen und Kindergärten und für die Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen bei uns im Hause. 70 000 Euro davon müssen wir selbst aufbringen, durch Spenden und Sponsoren. Deshalb sind wir für die 2000 Euro der Sparkasse dankbar“, versichert Schneider.

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