Sperrung auf der Bergischen Landstraße: Fahrer suchen Schleichwege

Sperrung auf der Bergischen Landstraße: Fahrer suchen Schleichwege

Trotz der Ferien gibt es wenig Entspannung an der Bergischen Landstraße.

Langenfeld. In den Ferien entspannt sich die Lage auf den Straßen — so hatte Tiefbauamtsleiter Wolfgang Honskamp vergangene Woche nach Beginn der Sperrung auf der Bergischen Landstraße noch kalkuliert. Jetzt muss er die Einschätzung relativieren: „Der Verkehr ist zurzeit durchaus verträglich. Es staut sich immer noch, aber eher auf Leichlinger und Solinger Stadtgebiet.“ Die Innenstadt sei aber wieder frei.

Tatsächlich herrschte am Mittwochvormittag in der Innenstadt der „normale“ Trubel. Keine Staus auf Hauptstraße oder Solinger Straße. Rund um die gesperrte Kreuzung an der Ara Schuhfabrik war es zwar weniger entspannt, doch weit entfernt vom Chaos der vergangenen Woche. „Viele Autofahrer haben sich bereits umorientiert“, sagt Honskamp. „Einige ignorieren aber immer noch die Hinweisschilder und fahren dann eben doch bis an die Sperrung ran.“ Oder sie nehmen die Schleichwege durch die Wohngebiete, wie von Anwohnern zu hören ist. „Das versuchen wir durch die Umleitungen natürlich zu vermeiden“, sagt Honskamp.

Beschwerden gehen nach wie vor bei der Stadt ein und nicht beim eigentlichen Verantwortlichen: dem Landesbetrieb Straßen NRW. „Wir stehen aber im engen Kontakt mit den Städten Langenfeld, Leichlingen und Solingen“, sagt Sprecherin Christine Binz. „Aus allen Städten hören wir jetzt, dass es ruhiger geworden ist. Wenn Beschwerden eingehen, dann leiten die Städte das an uns weiter, und wir versuchen, Lösungen zu finden.“

Beispielsweise habe Langenfeld einen Katalog mit Änderungswünschen erstellt. Das betreffe etwa die Ampelschaltung auf Leichlinger Stadtgebiet, die Öffnung des Radwegs auf der Bergischen Landstraße, der zunächst gesperrt war, obwohl er eigentlich befahrbar ist sowie eine zusätzliche Beschilderung am Kreisverkehr beim Toom-Baumarkt, Kronprinzenstraße und der Einmündung Hardt/Nordstraße.

„An der Umsetzung arbeiten wir zurzeit“, sagt Binz. „Das ist ganz normal, dass bei Großbaustellen und Sperrungen nachgebessert werden muss.“ Dass sich die Sperrung so großräumig auswirken würde, damit habe man nicht gerechnet. Doch Binz betont: „Die Lösung, die Bergische Landstraße wenigstens in einer Richtung offen zu lassen, ist sicherlich die beste Option gewesen.“ Die Alternative sei eine Vollsperrung gewesen.

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