Sparkasse Langenfeld unterstützt den regionalen Amateurfußball

Langenfeld : Amateurfußball live im Internet

Die Langenfelder Stadt-Sparkasse und das Unternehmen Soccerwatch.tv kooperieren.

Gemeinsam mit der Firma Soccerwatch.tv will die Stadt-Sparkasse Langenfeld den Langenfelder Amateurfußball auf den Laptop, das Handy oder Tablet bringen. So verpassen Eltern, Familie, Freunde und Fußballfans kein Spiel mehr. Denn bleibt einmal zu wenig Zeit, um am Spielfeldrand zu stehen, sorgt ein eigens entwickeltes Kamerasystem für eine Live-Übertragung daheim oder unterwegs. „Wir haben bereits mit allen Vereinen gesprochen und die sind begeistert“, sagt Sparkassensprecherin Denise Jahn. Auch die Stadt habe man informiert, „denen gehören ja die Plätze, auf denen gespielt wird. Die Stadt findet das auch gut, prüft aber noch technische Details“, weiß Jahn.

Essener Start-up entwickelte ein spezielles Kamerasystem

Neben den großen Fußballmannschaften, die in den höheren Ligen spielen, sind es für die deutschen Fußballfans vor allem die Partien der Amateurvereine, die sie mit Leidenschaft an den Wochenenden verfolgen. Doch dafür fehlt es oftmals an der nötigen Zeit. Deswegen entwickelte das Essener Start-up Soccerwatch.tv ein Kamerasystem, das 180-Grad-Panorama-Aufnahmen vom Spielfeld liefert.

Mit Hilfe eines Algorithmus ist es so programmiert worden, dass es die Aktionen des Spiels exakt so filmt, wie ein Mensch das tun würde. So entgeht dem Zuschauer keine Parade, kein Tor und Freistoß mehr. Demnächst werden die Langenfelder Fußballplätze des HSV Langenfeld, VfB Langenfeld, GSV Langenfeld, SC Germania Reusrath, SSV Berghausen sowie des TuSpo Richrath mit den Kameras ausgestattet.

Jugendtrainer Marvin Frömken vom HSV Langenfeld freut sich auf die filmischen Dokumente: „Dann kann man den Jungs später ihre Fehler zeigen. Wenn man die Bilder hat, ist es leichter, ihnen klar zu machen, was gemeint ist, als wenn man es ihnen erzählt.“

Die Kosten dafür übernimmt drei Jahre lang die Stadt-Sparkasse Langenfeld. Soccerwatch selbst installiert die Kamerasysteme bei den Vereinen. Sind diese einmal montiert, arbeiten sie, ohne dass sie auch nur ein- oder ausgeschaltet werden müssen: Die Kamera startet die Aufnahme rechtzeitig zum Anpfiff und schaltet sich nach Spielschluss automatisch wieder ab. So werden die Bilder live auf der Webseite des Unternehmens übertragen. Direkt nach dem Spiel wird automatisch ein zusammenfassender Highlight-Clip erstellt.

Aufzeichnungen sind gut für
die Außenwirkung der Vereine

Gunnar Neuser, der Vereinsvorsitzende des HSV, glaubt, dass die Aufzeichnungen gut für die Außendarstellung des Vereins sind. Er kann sich allerdings nicht vorstellen, dass die Spiele per Livestream von vielen Leuten im Netz verfolgt werden. „Für uns liegt das Hauptaugenmerk auf den Spielanalysen, die dann möglich sind. Bisher haben wir händisch gefilmt, das war qualitativ schlechter. Jetzt bekommen wir ja eine 360-Grad-Rundumsicht.“ Auch der Datenschutz sei geregelt: „Mitglieder und Zuschauer werden informiert, wo und wann gefilmt wird.“

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