Skaterhockey: Traum vom Double ist geplatzt

Finale um die Deutsche Meisterschaft : Die Devils unterliegen im Finale

Die Langenfelder Damen strebten nach dem Pokalsieg das Double an. Doch das Skaterhockey-Team verlor das dritte Finale gegen Duisburg mit 2:5.

Es stimmte fast alles. Es war der Tag der Entscheidung und für Spannung gesorgt. Mehr als 200 Fans trieben die beiden Mannschaften nach vorne und sorgten für echte Endspiel-Atmosphäre. Außerdem hatten die Skaterhockey-Damen der SG Langenfeld Devils Heimrecht in der Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium – und den Traum, ihren Titel von 2017 zu verteidigen. Am Ende gaben die Duisburg Ducks aber irgendwie den Spielverderber, weil sie die dritte Partie der Play-off-Finalserie mit 5:2 (3:0, 1:0, 1:2) für sich entscheiden konnten. Langenfeld blieb damit nach dem Endspielsieg im Pokal vor einigen Wochen „nur“ die Vizemeisterschaft. „Natürlich sind wir im ersten Moment enttäuscht“, gab Mannschaftsführerin Anna Goldschmidt zu, „wir hatten uns einiges vorgenommen. Aber auf der anderen Seite können wir mit der Vizemeisterschaft sehr gut leben.“

Die „Enten“ aus dem Ruhrgebiet und die Devils hatten sich bereits in der Normalrunde der Ersten Damenliga zwei enge Duelle geliefert. Die Devils gewannen zunächst in Duisburg mit 4:3, als Stefanie May und Goldschmidt am Ende des zweiten und Mitte des letzten Drittel aus einem 2:3 den Sieg machten. Dasselbe Ergebnis gab es in Langenfeld – verbunden mit noch mehr Dramatik. Diesmal holte Duisburg einen 0:3-Rückstand zum 3:3 auf, ehe die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Erneut war Kapitänin Goldschmidt zur Stelle – 4:3.

Am Ende der Serie belegten die Langenfelderinnen als einziges ungeschlagenes Team mit 28 Punkten aus zehn Partien sicher den ersten Platz vor den Mendener Mambas (18), den Ducks (17) und den IVA Rhein Main Patriots (15).

Im Halbfinale gingen beide Endspiel-Teilnehmer über die volle Distanz. Duisburg gewann bei den Mendener Mambas mit 3:2, verlor zu Hause mit 5:7 – und machte mit dem 5:4 im dritten Spiel alles klar. Die Devils begannen mit einer 3:4-Heimniederlage (nach Penaltyschießen) gegen die Rhein Main Patriots, setzten sich aber bei den Patriots mit 5:2 durch und hatten im dritten Duell keine große Mühe – 8:0. Zu diesem Zeitpunkt war längst klar, dass sich in der Finalserie wohl zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen würden. So kam es auch: Die Devils, die als zuvor besser platziertes Team erneut zu Hause beginnen durften, machten das 3:6 nach Verlängerung durch ein 3:2 in Duisburg wett. Der Boden für den Höhepunkt der Saison war bereitet.

Womit die Gastgeberinnen nicht gerechnet hatten: Der Start ging daneben. „Wir haben einfach nicht richtig ins Spiel gefunden“, erklärte Anna Goldschmidt. So kam es zum 0:1 (7.), 0:2 (10.), 0:3 (13.) und 0:4 (40.). Langenfeld, das bis dahin seine Möglichkeiten nicht konsequent genutzt hatte, erhöhte den Druck – und wurde belohnt. Pia Clauberg (41.) und Goldschmidt (44.) verkürzten auf 2:4, ehe die Devils in der Schlussphase sogar ihre Keeperin Eva Schmachtenberg vom Feld nahmen und dafür eine zusätzliche Feldspielerin brachten. Statt eines weiteren eigenen Tors gab es jedoch 29 Sekunden vor der Schluss-Sirene das 2:5, als Duisburgs Lisza Fink in den leeren Kasten der Devils traf.

Die Langenfelderinnen erwiesen sich wenig später als faire Verliererinnen. „Duisburg hat seine Chancen genutzt und war dann wohl in diesem Spiel besser“, urteilte Mannschaftsführerin Goldschmidt, die für Niedergeschlagenheit keinen Grund sah: „Das war eine coole Sache und hat mega-viel Spaß gemacht.“ Die Formel fürs nächste Jahr ist ohnehin klar. Nach Meisterschaft und Platz zwei im Pokal von 2017 gab es jetzt 2018 den Pokal-Triumph und die Vizemeisterschaft. Vielleicht reicht es ja 2019 zum Double.

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