Skater zeigen, was sie können

Der Skate- und Bike-Contest findet bei Jugendlichen großen Anklang. Doch die Sportler kritisieren den Zustand der Anlage.

Langenfeld. Dass ein Fahrrad, beziehungsweise ein BMX-Rad und ein Skateboard nicht nur der Fortbewegung dienen, ist vor allem bei Jugendlichen klare Sache.

Vielmehr im Vordergrund stehen spektakuläre Sprünge, Drehungen und andere Tricks, mit denen sie das Material ihrer Gefährte bis an die Grenzen des Möglichen beanspruchen.

Ihr beeindruckendes Können haben sie am Samstag beim zweiten Langenfelder Skate- und Bike-Contest präsentiert, den die Mitarbeiter der Aufsuchenden Jugendarbeit gemeinsam mit den Jugendlichen auf der Skateanlage im Langforter Freizeitpark organisiert hatten.

Wie im vergangenen Jahr gingen — unterschieden in gesponserte und nicht-gesponserte Fahrer — insgesamt wieder rund 30 Skater und Biker an den Start. „Die Fahrer starten in unterschiedlichen Gruppen. Das ist wichtig, sonst wäre der Contest unfair“, erklärt Torsten Hartwagner.

„Jeder muss in seiner Gruppe zweimal antreten und innerhalb einer Minute zeigen, was er drauf hat. Wer dabei ausscheidet, kann aber noch einmal in der Kategorie Best Trick antreten“, sagt der Mitarbeiter der Aufsuchenden Jugendarbeit.

Auch Alex Ring zeigte wieder sein Können. Schon beim letzten Mal hatte er alle in den Schatten gestellt. Bereits seit neun Jahren fährt der 19-Jährige fünf- bis sechsmal in der Woche Skateboard und hat schon an mehreren großen Events teilgenommen.

Er weiß, worauf es beim Skaten ankommt und bemängelt den Zustand des Langforter Skateparks: „Der weiße Belag ist seit anderthalb Jahren auf den Rampen und zum Skaten überhaupt nicht geeignet. Er ist rutschig und blendet. Er wurde damals von der Stadt aufgetragen, um die Risse im Beton zu verdecken“, sagt er.

Zudem habe die Stadt vor etwa acht Jahren auch die Stange, auf der man „sliden“ kann, abmontiert und nicht wieder ersetzt, was die Attraktivität der Skateanlage weiter mindere. Stattdessen sei es für die Stadt kürzlich sinnvoller gewesen, die Seitenwände der Rampen blau zu streichen, was den Bikern und Skatern aber nichts bringt.

Seitens der Stadt sei erklärt worden, dass das Geld für den Ausbau und den Belag aus einem anderen Topf kämen als die für den Anstrich der Anlage. Und nicht nur an dieser, sondern auch an anderer Stelle hat Alex Ring Kritik zu äußern.

„Zwar wurde am HSV-Platz auf der Nelly-Sachs-Straße noch eine zweite Skateanlage errichtet, aber auf der macht das Skaten keinen Spaß. Wir würden es viel besser finden, wenn es eine gute Anlage geben würde und nicht zwei halb gute“. Dabei ginge es noch nicht einmal um den Ausbau der Skateanlage, sondern um den Zustand.

Mehr von Westdeutsche Zeitung