Seniorenbeirat vor verschlossenen Türen

Seniorenbeirat vor verschlossenen Türen

Plötzlich stand das Gremium ohne Büro da. Der Bürgermeister entschuldigt sich. Ein neuer Raum soll gesucht werden.

Monheim. Frühzeitig abgewählt — so könnten böse Zungen die Tatsache bewerten, dass der Seniorenbeirat plötzlich ohne Büro darstand. Und vor allem: Die Mitglieder wussten von nichts.

Hintergrund: Dem Seniorenbeirat ist im Rathaus ein Büro zur Verfügung gestellt worden. Das ist für die Arbeit und vor allem auch die Sprechstunden gedacht. Und genau diese sollten kürzlich wieder angeboten werden. Allerdings war kein Büro mehr da. Oder genauer: Es war mit einem Referenten der Stadtverwaltung besetzt. Außerdem waren laut Reinhold Philipp auch noch Teile der Büroeinrichtung entfernt worden.

„Eine Anfrage per Mail an den Bürgermeister mit Bitte um Klärung wurde weder durch ihn noch sonst jemandem aus der Verwaltung beantwortet“, ärgert sich Philipp. „Die Sprechstunde konnten wir dann als Sit-in auf dem Fußboden abhalten“, schildert er. Doch damit noch nicht genug: Kurz danach war auch noch das Schloss ausgetauscht worden. Letzte Station des Ganzen war dann besagter Referendar im Büro.

Bürgermeister Daniel Zimmermann ist die Sache unangenehm. „Wir haben schlicht vergessen, den Beirat über eine Übergangslösung zu informieren“, sagt er entschuldigend. Das Gebäudemanagement werde umgehend einen neuen Raum zur Verfügung stellen.

Der Grund für das Möbelrücken sind räumliche Engpässe. Denn vor allem im Baubereich sind zusätzliche Stellen geschaffen worden. „Die Mitarbeiter müssen auch irgendwo untergebracht werden“, sagt der Bürgermeister.

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