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Rheinanleger: Investor zieht vor Gericht

Rheinanleger: Investor zieht vor Gericht

Rainer Kohl will wasserrechtliche Genehmigung nun juristisch erwirken.

Monheim. Im jahrelangen Tauziehen um das Projekt Rheinanleger, der an der Rheinpromenade geplant ist, hat nun Investor Rainer Kohl Klage eingereicht gegen die Bezirksregierung. Es geht um die Erteilung einer wasserrechtlichen Genehmigung, die bisher von Düsseldorf verweigert wird.

Zur Erinnerung: Bis 2009 lief in Sachen behördlicher Genehmigungen aus Sicht Kohl alles glatt. Dann kam es zum „kurzfristigen Sinneswandel“, wie es der Investor bezeichnet. „So wurden wir seit August 2009 mit den verschiedensten Anforderungen konfrontiert — alle mit dem scheinbaren Ziel, eine Genehmigung zu vereiteln“, heißt es unter anderem. Kurios: Dass staatliche Umweltamt Krefeld hatte dem Projekt noch wohlwollend gegenübergestanden. Die Behörde wurde allerdings später aufgelöst und deren Aufgaben der Bezirksregierung unterstellt.

Rainer Kohl stellt sich auf einen längeren Rechtsstreit beim Verwaltungsgericht ein. „Das wird sicher nicht die nächsten Monate entschieden. Aber ich bin mir mit meinen Anwälten einig: Das ist behördliche Willkür.“ Vor einigen Monaten hatte Bürgermeister Daniel Zimmermann versucht, die Bezirksregierung vom Projekt zu überzeugen. Das Gespräch blieb erfolglos. N.J