Razzia in Langenfeld: Polizei kontrolliert Rocker und Großfamilien

Razzia in Langenfeld: Polizei kontrolliert Rocker und Großfamilien

Langenfeld. In einem Großeinsatz hat die Polizei in Langenfeld Angehörige von Rockergruppierungen und Mitglieder arabischer Großfamilien kontrolliert. Unterstützt von Zoll und Ordnungsamt überprüfte sie Spielhallen, Shisha-Bars und ein Wettbüro.

Die Beamten waren mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften am späten Samstagabend insbesondere auf dem Immigrather Platz in Langenfeld-Mitte unterwegs, durchsuchten aber auch einzelne Objekte an der Solinger und Richrather Straße. Es wurden mehr als 100 Personen und 30 Fahrzeuge kontrolliert.

Wie die Polizei Mettmann mitteilt, würde gerade der Immigrather Platz seit längerer Zeit von Polizei und Ordnungsamt beobachtet. Grund dafür sei "zur Schau gestellte Gewaltbereitschaft und großes Mobilisierungspotenzial dieser Personen", die "das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung spürbar" beeinträchtigen würden. Bei Einsätzen von Sicherheits- und Ordnungsbehörden würden Einsatzkräfte immer wieder massiv bedroht und provoziert. Die Gruppen verhielten sich oft völlig respektlos und brutal, heißt es weiter. Der Immigrather Platz wurde bereits offiziell als "gefährlicher Ort" ausgewiesen.

Polizeidirektor und Einsatzleiter Rolf-Peter Hoppe zeigte sich am frühen Sonntagmorgen sehr zufrieden mit dem Verlauf des Großeinsatzes. "Wir dulden keine kriminelle Parallelgesellschaft und deren Rechtsverstöße. Wir verfolgen dabei eine 'Null-Toleranz-Strategie'", betonte er. Die Kooperation der Behörden würde fortgeführt und intensiviert.

Bei dem Einsatz wurden unter anderem Strafanzeigen wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetrugs, der Steuerhinterziehung und Verkehrsverstöße erstattet. Die Beamten stellten außerdem etwa 30 Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak und einen Spielautomaten sicher. Die Ermittlungen dauern an. red

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