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Politik fordert Taxi-Bus für Haus Graven in Langenfeld

Für Besucher des Umweltzentrums : Politik fordert Taxi-Bus zum Haus Graven

Die Politik favorisiert einen Taxi-Bus, die Verwaltung eine reguläre Busverbindung.

(dh) Die Bildungsstätte Haus Graven soll besser an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen werden: Dieses Ziel verfolgen Politik und Verwaltung gemeinsam. Nur bei der Verwirklichung gibt es verschiedene Ideen. Dem gemeinsamen Antrag aller Ratsfraktionen, einen Taxi-Bus zu installieren, empfahlen die Mitglieder des Ausschusses Bau und Verkehr während ihrer jüngsten Sitzung. In dem Gemeinschaftsantrag fordern sie die Verwaltung auf, einen Taxi-Bus-Verkehr im 30-Minuten-Takt zur Wasserburg herzustellen.

Die Regelung, so der Wunsch der Politik, gelte während der Öffnungszeiten von donnerstags bis sonntags. Als Startpunkt sehen die Politiker die Stadtmitte (Stadtgalerie). Von dort soll der Taxi-Bus der Route der Buslinie 791 folgen. Ab Wiescheid soll der Taxi-Bus entweder ohne weiteren Halt bis zum Eingang der Wasserburg fahren oder auch an der Haltestelle Im Schwanenfeld stoppen, um Gäste aufzunehmen.

Grund für den Anbindungswunsch ist die Wiedereröffnung von Haus Graven als Veranstaltungstätte für Bildung und Freizeit und das Umwelt- und Klimaschutzzentrum. Im Gegensatz zu einer regulären Buslinie lasse sich ein Taxi-Bus zeitnah umsetzen. Dafür seien keine Fahr- und Dienstplanänderungen nötig, begründet die Politik ihren Vorschlag. Außerdem wären die Kosten für einen Einsatz überschaubar, weil nur die durchgeführten Fahrten zu Buche schlügen. Rund 10 000 Euro stellen die Politiker in diesem und dem nächsten Jahr dafür zur Verfügung.

In den Sozialen Medien kursierte nach Bekanntwerden des Taxi-Bus-Antrages das Gerücht, es werde dafür ein Parkplatz direkt vor dem Eingang angelegt. Dafür sollten alte Bäume gefällt werden, was zu Diskussionen in der Bürgerschaft führte, berichtet Dirk Tillenburg (CDU). „Außerdem hieß es, dass der Gelenkbus ab der Haltestelle Im Schwanenfeldüber den Weg bis zur Wasserburg weitergeführt wird.“

Es werde keinen Parkplatz vor Haus Graven geben, betonte Thomas Küppers, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Er bat die Ausschussmitglieder aber nicht nur an den Taxi-Bus, sondern auch über eine reguläre Busverbindung zur Wasserburg Haus Graven nachzudenken. „Immerhin werden nicht nur Einzelpersonen die Wasserburg besuchen. Bitten denken Sie daran, dass auch Kindergartengruppen oder Schulklassen dorthin fahren.“ Der Transport könnte mit einem Taxi-Bus schwierig werden.

Eine Weiterführung der Buslinien 790 oder 787 erscheint der Politik indes für eine direkte Anbindung der Wasserburg nicht sinnvoll. Die bessere Anbindung Wiescheids und damit des neuen Umwelt- und Klimaschutzzentrums „sollte einer Gesamtschau auf das Langenfelder Stadtgebiet vorbehalten bleiben“, heißt es.