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Petra Mackenbrock: „Ich bin draußen angekommen“

Petra Mackenbrock: „Ich bin draußen angekommen“

City-Managerin Petra Mackenbrock zieht eine Bilanz. Sie will die Eigentümer stärker einbeziehen und plant bereits das Stadtfest.

Monheim. Seit März ist Petra Mackenbrock City-Managerin. 20 Arbeitsstunden pro Woche wird das Mitglied der städtischen Wirtschaftsförderung dafür freigestellt. Ab Januar werden es 25 Stunden. Nach neun Monaten gibt es erste Erfolge.

Wie ist Ihr erstes Fazit nach neun Monaten City-Managerin?

Petra Mackenberock: Ich bin da draußen angekommen. Die Leute sprechen mich an. Sie merken, dass da jemand ist, an den man sich wenden kann.

Wo drückt denn vor allem die Händler der Schuh?

Mackenbrock: Das kann das Parkplatzproblem vor der Tür sein. Ich gebe das weiter. Oft wollen sie aber auch informiert und bei den aktuellen Entwicklungen mitgenommen werden. Vor allem das gerade in Bau befindliche Fachmarktcenter wirft Fragen auf.

Welche Fragen?

Mackenbrock: Immer wieder kommt die Frage: Warum nicht erst einmal den bestehenden Leerstand füllen?

Das klingt plausibel. Was antworten Sie?

Mackenbrock: Ich sage, dass es immer wieder Nachfragen nach großen Einzelhandelsflächen gegeben hat. Aber wir mussten passen, weil wir sie nicht hatten. Das wird sich jetzt ändern. Mit der Eröffnung des Fachmarktcenters im nächsten Herbst wird zum Beispiel auch Woolworth dort ein Kaufhaus eröffnen. Das erhöht die Frequenz an Kunden. Davon profitieren alle.

Was ist Ihr wichtigstes Ziel für die Innenstadt?

Mackenbrock: Das Centrum soll als Positiverlebnis in den Fokus rücken. Die Bürger sollen sich dort wohl fühlen und wissen: Hier kann ich erst einmal alles kaufen.

Wie wollen Sie das schaffen? Die Innenstadt ist weit entfernt vom echten Branchenmix.

Mackenbrock: Die Eigentümer der Immobilien spielen hierbei die wichtigste Rolle. Als Vermieter entscheiden sie letztendlich, wer die Ladenlokale besetzt. Um einen für den Branchenmix fördernden Mieter zu finden, benötigen die Eigentümer zunächst Basisinformationen. Zum Beispiel darüber, welche Branchen überhaupt vor Ort sind beziehungsweise fehlen und erfolgreich sein könnten. Diese Informationen erhalten die Eigentümer von uns. Um qualitativ hochwertige Branchen vom Standort zu überzeugen, müssen die Eigentümer aber auch bereit sein, auf die Anforderungen dieser Mieter zu reagieren. Das heißt, es muss dann auch mal in die Gestaltung des Ladenlokals investiert werden. Ein gutes Beispiel ist hier Dekoqueen an der Krischerstraße. Vorher hatte die Vermieterin investiert in das Ladenlokal. Das Ergebnis war, dass dort das Geschäft von Silke Sinell eröffnete. Und der Laden läuft.

Und Sie vermitteln dann zwischen Händlern und Vermietern?

Mackenbrock: Ja. Aktuell nehme ich mit allen Eigentümern der Leerstände Kontakt auf.

Stichwort Stadtfest: Das sind Sie auch federführend?

Mackenbrock: Ich koordiniere das Stadtfestteam, das aus den Werbegemeinschaften, Marke Monheim und der Stadtverwaltung besteht. Das Fest ist zwar erst am letzten Mai-Wochenende. Aber die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Trotz der positiven Resonanz auf das erste Fest gab es auch ein paar Ungereimtheiten, aus denen wir gelernt haben. Wir setzen stark auf die Mitwirkung lokaler Partner. 25 Vereine — auch Karnevalisten — haben bereits zugesagt.

Was haben die Karnevalisten mit dem Stadtfest zu tun?

Mackenbrock: Brauchtum spielt in Monheim immer eine Rolle. Lassen Sie sich überraschen.