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Neue Intensivstation in Betrieb genommen

Neue Intensivstation in Betrieb genommen

Langenfeld. Zum Jahresbeginn ist die modernisierte Intensivstation am Martinus-Krankenhaus in Betrieb gegangen. „Ein wichtiger Meilenstein, jetzt sind die ersten wesentlichen Veränderungen sichtbar, und für Mitarbeiter und Patienten sind deutliche Verbesserungen spürbar“, freut sich Verwaltungsdirektor Stephan Muhl über den Fortschritt bei dem im Frühjahr 2016 begonnenen, umfangreichen Umbau des Krankenhauses.

Muhl: „Wir liegen im Zeit- und Kostenrahmen“, der von insgesamt acht Millionen Euro und einer Bauzeit bis in die zweite Jahreshälfte 2018 ausgeht.

Die acht Intensivplätze sind mit modernsten medizintechnischen Deckenversorgungseinheiten ausgestattet. Diese „Ampeln“ erleichtern den ärztlichen und pflegerischen Zugriff auf die Patienten, es gibt Platz nach allen Seiten, auch die Beatmungstechnik ist flexibel. „Ein deutlicher Behandlungsvorteil gegenüber den früheren Bedingungen“, lobt Dr. Reinhard Rüschner, Chefarzt der Intensivstation. Auch die Anordnung der Intensivstation mit direktem Zugang zum Aufwachraum erleichtert die Arbeit. Dank einer modernen Überwachungsstelle mit Monitoren können die Ärzte und Pflegkräfte jetzt die aktuellen medizinischen Daten aller Intensivpatienten besser im Blick behalten. Die Lösung war aufwendig, teilweise musste sogar die Statik verändert werden. „Die Entscheidung des Trägers, der GFO, für diese Spitzentechnik ist auch ein Bekenntnis zum Standort“, sagt Dr. Rüschner.

Werner Tresch, Pflegeleiter

Eine weitere Verbesserung: Zwei der acht Intensivplätze verfügen über spezielle Isoliermöglichkeiten, die sogar wechselnde Druckverhältnisse ermöglichen; vor allem für bestimmte infektiologische Erkrankungen eine große Hilfe im Klinikalltag. „Die Arbeitsbedingungen haben sich verbessert, zumal personelle Anpassungen vorgenommen wurden“, zeigt sich auch Werner Tresch, Pflegeleiter auf der Intensiv-Station, erfreut. Das entschädigt auch für die Belastungen der letzten Monate, schließlich wurde die Station zweimal im laufenden Betrieb innerhalb des Hauses verlagert, ehe man an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Die Betten der Intensivstation dienen neben Schwerkranken auch Patienten des St. Martinus-Krankenhauses, die nach einer OP besonderer Pflege bedürfen.

Der Wegfall der Intensivstation in Monheim verringerte das kreisweite Angebot an Intensivpflegebetten, so dass die Notärzte in Abstimmung mit der Kreis-Leitstelle vermehrt akut schwer erkrankte Patienten auch nach Richrath bringen. Inzwischen sind dort nach dem Umbau und der Erweiterung des rechts von der Krankenwagenvorfahrt gelegenen Gebäudeteils alle Chefärzte und ihre Sekretariate gemeinschaftlich untergebracht. Als nächstes werden die früheren Radiologie-Räume dem OP-Trakt zugeordnet, um mit weiteren Nebenräumen dort effizienter arbeiten zu können. Danach folgt der Neubau der Stationen über dem aktuellen Ambulanzbereich. Spätestens die drei Neubaugeschosse zeigen dann auch nach außen den gewaltigen Umfang der Baumaßnahme.