Monheim Kunstrasenplatz: Monheimer kicken auf Kunstrasen

Monheim Kunstrasenplatz : Monheimer kicken auf Kunstrasen

Ganze 16 Jahre hat es gedauert vom Antrag bis zum fertigen Platz. Ab sofort spielt Inter Monheim im Häck-Stadion auf neuem Belag.

Die Zeiten, in denen die Jungs mit aufgeschürften Knien vom Fußballtraining kommen und die Mutter die Jodtinktur aus dem Medizinschrank holen muss, sind in Monheim vorbei. Im Heinrich-Häck-Stadion, wo bis zum Sommer 2019 noch auf Asche gespielt wurde, ist jetzt ein Kunstrasenplatz fertiggestellt worden. Außerdem wird in den nächsten Monaten eine Kunststofflaufbahn für den Schulsport fertiggestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 1,7 Millionen Euro, teilt Stadtsprecher Norbert Jakobs mit.

Der Kunstrasenplatz soll vor allem vom Verein Inter Monheim genutzt werden. „Mit dem Ascheplatz hatten wir echt Probleme, Spieler zu gewinnen – wegen der Verletzungsgefahr“, sagt der Vorsitzende Erhan Güneser. Trotz der unattraktiven Spielstätte sei es dem Verein aber gelungen, elf Mannschaften aufzustellen. Jetzt erhofft er sich einen neuerlichen Wachstumsschub für seinen 350 Mitglieder starken Verein. Nach 16 Jahren Wartezeit seit dem ersten Antrag für einen Kunstrasenplatz könne man auch noch die paar Monate verkraften, bis auch die Umkleidekabinen fertig sind. Bis zum Sommer werden sich die Kicker von Inter Monheim daher vorübergehend in zwei Kabinen der Turnhallenduschen umkleiden, die eigentlich von der Sportgemeinschaft Monheim genutzt werden. Die monatelange Bauzeit bis zur Fertigstellung des Platzes im Häck-Stadion haben sie auf der alten Bezirkssportanlage in Baumberg überbrückt. In die Umkleidekabinen am neuen Kunstrasenplatz investiert die Stadt nochmals fast 800 000 Euro, teilt Jakobs mit.

Im Rheinstadion wird derzeit
ein Naturrasenplatz gebaut

Ferner laufen derzeit umfangreiche Baumaßnahmen im Rheinstadion des Fußballvereins FC Monheim, wo ein höher gelegter Naturrasenplatz gebaut wird. Außerdem werden dort die vielen kleinen Container und Garagen in einem größeren Funktionsgebäude mit Umkleiden zusammengefasst, wie André Zierul vom Sportbüro erwähnt. Veranschlagte Kosten: 5,6 Millionen Euro.

Auch die Sportfreunde Baumberg erhalten einen neuen Platz

In Planung befindet sich überdies eine neue Doppelturnhalle für die Peter-Ustinov-Gesamtschule, der Abriss der Sporthalle des Gymnasiums am Berliner Ring und der Neubau von zwei Vierfach-Sporthallen an selber Stelle, die dann vom OHG und der neu gegründeten Gesamtschule genutzt werden, und schließlich eine Dreifach-Turnhalle am Schulzentrum „Lottenstraße“.

In seiner Rede beim Neujahrsempfang des Stadtsportverbandes hatte Bürgermeister Daniel Zimmermann mitgeteilt, welche weiteren Projekte er sich für die nächste Wahlperiode vorgenommen hat: den Bau von Fußballplätzen für die Sportfreunde Baumberg „Am Kielsgraben“, spiegelbildlich zu der Anlage des FC Monheim. Die Überholung des Jahn-Platzes, die Unterstützung der Tennisvereine im Falle einer Fusion und dem damit verbundenen Umzug an den Kielsgraben.