Monheimer Band Backstreet Alley stellt ihr erstes Album vor

Monheim : Backseat Alley tritt mit neuem Album auf

Die Monheimer Band ist am Wochenende im Sojus 7 mit anderen Künstlern zu Gast.

Am Dienstagnachmittag probt die Monheimer Band Backseat Alley im Sojus 7 schon einmal für ihren Auftritt am Samstag. „Die haben hier schon ein paar Mal gespielt und sind gut angekommen“, sagt Christian Kaindl, der Leiter des Sojus 7. Er reicht den Hörer weiter an Adrian Breuer, einen der Gitarristen der Band. „Wir sind fünf Musiker zwischen 21 und 39 Jahren und haben alle schon in anderen Bands gespielt. Das funktioniert super. Wir waren erst Freunde, jetzt sind wir quasi wie eine Familie und feiern sogar zusammen Kindergeburtstage“, erzählt Breuer. Die fünf Musiker spielen eine Mischung aus „Rock, Ska, Punk, Reggae – Musik zum Tanzen“, sagt er.

Zwei Jahre nach ihrer Gründung hat die Monheimer Band Backseat Alley jetzt ihr erstes Studioalbum aufgenommen. Im Sojus 7, Kapellenstraße 38, präsentieren die fünf Musiker morgen, 19. Oktober, „Kings of Bar Rock“ live auf der Bühne. Als Unterstützung kommen das Monheimer Mighty Hallelujah Terzett und die Münchener Govenors. Einlass ist ab 20 Uhr.

Die Musiker wurden häufig als Wohnzimmer-Band gebucht

Das erste Album hat Backseat Alley über ein Crowdfunding-Projekt finanziert. Gegen eine Spende konnten Unterstützer CDs, T-Shirts und Konzerte im heimischen Wohnzimmer auswählen. „Die große Resonanz hat uns total gefreut und unsere Erwartungen sogar übertroffen“, sagt Adrian Breuer.

Mehrmals seien sie für jeweils 500 Euro als Wohnzimmer-Band gebucht worden. „Es wurden viele CDs vorbestellt, mal mit, mal ohne Signierung. Man konnte auch ein Abendessen mit unserem Bassisten buchen.“ Unterm Strich sei mehr Geld hereingekommen, als erwartet: „Wir konnten nicht nur die CD aufnehmen, sondern es reicht auch für ein Musikvideo.“

Die Band zog sich darauf ins Studio eines befreundeten Musikers in Köln zurück und produzierte „Kings of Bar Rock“, die bereits Ende September offiziell vorgestellt wurde. Zunächst wurden 1000 Stück hergestellt. Breuer ist optimistisch, dass sie verkauft werden können.

Zwischen der Band und dem Sojus 7 bestehen enge Verbindungen: Das Plattencover zeigt das Sojus-Café – klar, dass dort auch das Release-Konzert stattfinden muss. Adrian Breuer freut sich schon darauf: „Es gibt einige Überraschungen, zum Beispiel Bier mit unserem eigenen Label und noch einiges mehr, aber das verrate ich jetzt nicht.“ „Der Abend wird unvergesslich für uns. Nicht nur, weil wir unser erstes Album vorstellen, sondern auch, weil wir zwei hervorragende Bands dabei haben“, erzählt Sänger Christian Jähner. Das Trio The Governors aus München begeisterte bereits Anfang des Jahres im Sojus 7. Sie beschreiben ihre Musik als tanzbare Lässigkeit mit sphärischen Ausflügen und hit-tauglichen Melodien. „Die Münchner verbinden das Beste aus britischer Indie-Attitüde und elektrisierendem US-Alternative der Ost- und Westküste. Deswegen passen sie so gut in das Programm des Abends“, erläutert Till Kentemich, Bassist von Backseat Alley.

The Govenors wurden durch den Bandcontest „Local Heroes“ als „Beste Nachwuchsband Bayerns“ ausgezeichnet und teilten sich bereits mit Bands wie Dexters, Juli und Jupiter Jones die Bühne.

Die drei Monheimer des Mighty Hallelujah Terzetts wollen den Abend eröffnen. Die Band spielt Rockklassiker von damals bis heute in eigener Interpretation: Julio Iglesias trifft Dead Kennedys trifft Kraftwerk trifft Donna Summer trifft Sisters of Mercy.

Tickets für das Dreifachkonzert kosten im Vorverkauf im Sojus 7 oder bei der Band sieben Euro, an der Abendkasse zwölf Euro.

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