Monheim: Zahl der i-Dötzchen steigt

Während es in der Rheinstadt mehr neue Schulkinder gibt als im Vorjahr, gehen in Langenfeld die Zahlen zurück.

Langenfeld/Monheim. Das Wachstumskonzept der Stadt Monheim, junge Familien anzusiedeln, wirkt sich aus. Für die kommenden Schuljahre plant die Stadt deshalb Erweiterungsbauten an Grund- und weiterführenden Schulen. Die aktuellen Übergangszahlen zu den weiterführenden Schulen belegen das. So wechseln für das in Kürze beginnende Schuljahr 180 Schüler von der Grundschule zum Otto-Hahn-Gymnasium. Im vergangenen Schuljahr waren es 158. Auf die Peter-Ustinov-Gesamtschule wollen 181 Schüler gehen (2016: 167). An der Sekundarschule wurden 102 Kinder angemeldet. Im Jahr davor waren es noch 92. „Wir haben Zuwächse statt Stagnation“, sagt Peter Heimann, Bereichsleiter Schule und Sport in Monheim. Konsequenzen aus dieser Entwicklung hat der Monheimer Stadtrat bereits gezogen. Die Sekundarschule soll ab 2018 fünfzügig laufen, die Peter-Ustinov-Gesamtschule siebenzügig. Die notwendigen Erweiterungsbauten hat der Rat auf der Grundlage eines Gutachtens des Büros Dr. Garbe & Lexis bereits beschlossen. Das Otto-Hahn-Gymnasium bleibt konstant.

Für Grundschüler wird für 27 Millionen Euro ein neues Schulzentrum an der Krischerstraße entstehen. Dort sollen Schüler der Lotten- und Astrid-Lindgren-Schule künftig unterrichtet werden. Die große Nachfrage könne an den vorhandenen Standorten nicht gedeckt werden, argumentiert die Stadt. Dass dafür die Gebäude der alten Lottenschule abgerissen werden sollen, ist in Monheim umstritten.

Die Anmeldezahlen im Einzelnen: Armin-Maiwald-Grundschule 72, Astrid-Lindgren-Schule 57, Hermann-Gmeiner-Grundschule 48, Schule am Lerchenweg 81, Lottenschule 60 und Winrich-von-Kniprode-Schule ebenfalls 60. Das macht nach dem aktuellen Stand 378 neue Schüler für Monheim aus. Die Zahlen können sich aber noch verändern.

Die offizielle Statistik für das kommende Schuljahr wird im Oktober erstellt, wenn klar ist, welche Schüler tatsächlich welche Schule besuchen. Insgesamt haben 2016/2017 4814 junge Menschen eine Schule in Monheim besucht.

In der Nachbarstadt Langenfeld waren es im selben Zeitraum 5387 Schüler, einschließlich der Langenfelder Schüler, die die Bettine-von-Arnim-Gesamtschule (Träger ist der Zweckverband und nicht die Stadt) besuchen.

Wechseln werden in der Posthornstadt zum neuen Schuljahr insgesamt 485 Schüler zu weiterführenden Schulen. 88 gehen zum Konrad-Adenauer-Gymnasium (2016 waren es 128), 111 wechseln zur Kopernikus-Realschule (2016 waren es 82), 101 Schüler sind für die Prisma-Gesamtschule angemeldet (2016: 93) und 94 gehen auf die Bettine-von-Arnim-Gesamtschule (2016: 79). Die Johann-Gutenberg-Realschule läuft aus. Sie führt den letzten Jahrgang bis zum Abschluss der Klasse zehn.

Insgesamt, so sagt es der Schulentwicklungsplan für Langenfeld, wird die Schülerzahl bis 2020 sinken.