1. NRW
  2. Kreis Mettmann
  3. Langenfeld und Monheim

Monheim Wo Popcorn-Duft durch die Maske dringt

Monheim : Monheimer genießen Mondscheinkino

Nur noch bis Sonntag läuft das Mondschein-Kino am Rhein. Die Ladys Night war mit fast 90 Besuchern ausverkauft. Corona geschuldet.

Mit einer Ladys Night und dem Film „Sex and the City“ hat das Mega-Mondschein-Kino die Freiluftkino-Saison eröffnet. Eine durch Corona besonders kurze Spielzeit im reduzierten Format, aber nicht minder attraktiv. Noch bis Sonntag werden auf der Freilichtbühne an der Kappellenstraße tolle Filme gezeigt.

Ein wohltuendes Stück Normalität kehrte beim Anblick der hergerichteten kleinen parkähnlichen Anlage der Freilichtbühne ein: In der Abenddämmerung strahlten die Bäume im farbigen Scheinwerferlicht und der Duft von frisch geröstetem Popcorn stiegt durch die Maske hindurch in die Nase. Trotz der ungewöhnlichen Situation waren freudige Gesichter zahlreicher Frauen im aufgebauten Biergarten zu vernehmen, die sich vor Filmbeginn heiter mit dem spendierten Glas Prosecco zuprosteten und sich auf einen gemütlichen Abend mit ihren Freundinnen freuten.

Emel (36), Kezban (38) und Ümmühan (40) hatten den Geburtstag ihrer Freundin Zahide (45) zum Anlass genommen, um zum Auftakt der viertägigen Freiluftkinoreihe den Kultstreifen „Sex and the City“ zu sehen. In der Vergangenheit war die Damen-Clique häufiger im Mondscheinkino gewesen, „weil es sehr viel Spaß macht“, äußerte Kezban, „und weil es immer schön aufgebaut und gemütlich ist“, fügte Ümmühan hinzu. Dass diesmal deutlich weniger Besucher auf dem Gelände waren, fiel ihnen zwar auf – allerdings auch nicht negativ.

Tatsächlich musste die Anzahl der Besucher aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen von 700 auf knapp 100 reduziert werden, erklärte Martin Witkowski.

Erste Veranstaltung war
nahezu ausverkauft

Trotz der finanziellen Herausforderung, die mit der Reduzierung der Kapazitäten einhergeht, wollte der Intendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke nicht auf diesen Punkt im kulturellen Kalender der Stadt verzichten. „Kultur lebt von der Teilhabe, das klappt nicht, wenn wir gar nichts mehr anbieten.“

Natürlich habe es im Vorfeld Bedenken gegeben, weniger wegen der Durchführung der Reihe, denn da sei sein Team geübt. „Aber wir wussten zu dem Zeitpunkt nicht, ob es von den Besuchern angenommen werden würde.“ Doch der Anblick der mit knapp 90 Besuchern nahezu ausverkauften ersten Veranstaltung prämierte ihren Mut: „Es freut mich riesig, dass die Gäste da sind.“ Auch der Vorverkauf laufe sehr gut.