Monheim: Vorhang auf für den letzten Akt

Monheim: Vorhang auf für den letzten Akt

Politik: Am Donnerstag leitet Thomas Dünchheim letztmalig die Ratssitzung. Einmal mehr geht es auch um das Streitthema IMR-Ansiedlung. Die Fraktions-Chefs verabschieden Dünchheim mit gemischten Gefühlen.

Monheim. Locker ist er in diesen Tagen - Bürgermeister Thomas Dünchheim. Und wenn er am Donnerstag um 18Uhr die Ratssitzung eröffnet, dann ist es der letzte Akt dieser Art als Stadtoberhaupt. Die Amtszeit des 40-Jährigen endet nach zehn Jahren am 20.Oktober. Es war Dünchheims Entschluss, in eine Düsseldorfer Anwaltskanzlei zu gehen. Seinen Nachfolger Daniel Zimmermann nennt er "eine gute Wahl". Und wenn der Rat Donnerstagabend vorbei ist, dann wird noch ein wenig geschwatzt. Aber vorher geht es ernsthaft zur Sache.

Da ist vor allem der Bebauungsplan 84M - den meisten besser bekannt als Zankapfel im Rheinpark. Denn laut Ratsbeschluss soll die Ansiedlung des Recyclers IMR vor allem wegen Staubbelastung doch noch verhindert werden. Die Stadtverwaltung wird dem Rat das weitere Vorgehen erläutern. Die Fraktionsspitzen wurden bereits informiert.

Dünchheim geht davon aus, dass es ein langer juristischer Weg wird, der Jahre dauert. Schließlich will sich IMR nicht einfach so geschlagen geben. Der Bürgermeister beziffert die von dem Unternehmen genannte Entschädigung auf mindestens drei Millionen Euro. "Was nach dem Rechtsstreit letztlich herauskommt, kann ich nicht sagen. Die Spanne reicht von Null bis zum zweistelligen Millionenbereich", so Dünchheim.

Besagte mindestens drei Millionen Euro relativiert IMR-Geschäftsführer Steffen Adam allerdings auf WZ-Anfrage: "Bei der Summe ging es lediglich um eine erste Schadensauflistung. Es gibt keinerlei Verhandlungen mit der Stadt über die Auflösung rechtskräftiger Verträge." Adam setzt immer noch darauf, dass sich das Unternehmen auf den 40000Quadratmetern im Rheinpark ansiedelt. Die entsprechenden Anträge laut Emissionsschutzgesetz würden der Bezirksregierung vorliegen.

Zu Beginn der Sitzung ist zunächst die Bürgerfragestunde. Dann wird der Umweltpreis von Bürgermeister Thomas Dünchheim verliehen.

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