Bauarbeiten in Monheim Vollsperrung der Opladener Straße am Wochenende

Monheim · Weil an der neuen Fahrbahn auf der Opladener Straße in Monheim Mängel festgestellt wurden, muss die Straße zwischen Baumberger Chaussee und Am Kieswerk noch einmal vollgesperrt werden. Und so wird umgeleitet.

Die Kreuzung an der Opladener Straße mit der Straße Am Kieswerk wurde vierspurig ausgebaut, muss an diesem Wochenende aber zwischen Baumberger Chaussee und Am Kieswerk noch einmal gesperrt werden.

Die Kreuzung an der Opladener Straße mit der Straße Am Kieswerk wurde vierspurig ausgebaut, muss an diesem Wochenende aber zwischen Baumberger Chaussee und Am Kieswerk noch einmal gesperrt werden.

Foto: Stadt Monheim / Birte Hauke/Birte Hauke

Am Wochenende müssen die Verkehrsteilnehmer in Monheim Geduld beweisen, denn die Opladener Straße wird von Freitag, 21. Juni, ab 20 Uhr, bis Montag, 24. Juni, 4 Uhr, zwischen Baumberger Chaussee und Am Kieswerk noch einmal vollgesperrt. Der Grund dafür ist, dass in der neuen Fahrbahn Mängel festgestellt wurden. Der Verkehr wird über Schwalbenstraße und Knipprather Straße umgeleitet. Das Wohngebiet an der Marderstraße wird für den Verkehr geöffnet, damit der Einzelhandel erreichbar ist. Über diese Straßenöffnung kann der Innenstadtbereich auch verlassen werden. Stadteinwärts wird der Verkehr über die A59 und die Anschlussstelle Richrath nach Monheim geleitet. Da die Haltstellen „Baumberger Chaussee“ und „Waldschlösschen“ nicht angefahren werden können, fahren die Linien der Bahnen der Stadt Monheim eine Umleitung über Oranienburger Straße, Ida-Siekmann-Straße und Langenfelder Straße. Die zuständige Baufirma fräst die Asphaltdecke noch einmal ab und beseitigt die Mängel auf eigene Kosten.

2018 beschloss die Stadt
den Umbau der Straße

Bis 2017 war die Opladener Straße als Landesstraße im Besitz des Landesbetriebs Straßen NRW. Die Herabstufung zur Stadtstraße ermöglichte schließlich die Planungen für eine Umgestaltung durch die Stadt. Im Dezember 2018 entschied der Stadtrat den Umbau der Anschlussstelle der A59, im März 2020 den Ausbau der Opladener Straße zwischen der Baumberger Chaussee und Am Kieswerk. Zuvor hatten zwei Verkehrsgutachten den Handlungsbedarf analysiert. 2019 rollten dann die ersten Baufahrzeuge auf die Opladener Straße. „In die Bauzeit ist dann der Ausbruch der Corona-Pandemie und der russische Angriff auf die Ukraine gefallen. Trotz krankheitsbedingter Ausfälle, längeren Lieferzeiten und höheren Baukosten konnten wir die Auswirkungen auf die Baustelle aber geringhalten“, erklärt Florian Sandner, Leiter der städtischen Abteilung Straßen-, Wege- und Brückenbau. „Eine der größten Herausforderungen war, alle Arbeiten ohne eine monatelange Vollsperrung der Straße umzusetzen. Der Verkehr konnte während der gesamten Bauzeit in zwei Richtungen fließen.“

Die Arbeiten begannen im April 2019 mit der Erweiterung des Kanals auf der gesamten Strecke zwischen der Baumberger Chaussee bis zur Autobahnanschlussstelle A59. „Der neue, größere Kanal war erforderlich, da die Opladener Straße teilweise in der Wasserschutzzone liegt und das Niederschlagswasser von der Straße nicht versickern darf“, erklärt Jana Becker von der städtischen Abteilung Kanal, Deich und Wasserstraßen. „Wir haben den Kanal im Durchmesser von 40 Zentimeter auf bis zu einem Meter vergrößert. Auf Starkregenereignisse sind wir auch in diesem Bereich nun deutlich besser vorbereitet.“

Für eine bessere Verkehrsabwicklung an den Auf- und Abfahrten der Autobahn wurde von Mai 2021 bis Dezember 2022 die Anschlussstelle der A59 ausgebaut. Rund vier Millionen Euro wurden hier investiert. Aus Leverkusen kommend Richtung Monheim wurde die Linksabbiegespur um einen Fahrstreifen erweitert, zwischen den beiden Auffahrten wurde die Fahrbahn um jeweils eine Fahrspur pro Richtung auf insgesamt vier Spuren ergänzt. Unmittelbar vor der Anschlussstelle hat die Fahrbahn in beide Fahrtrichtungen nun insgesamt fünf Spuren. Im Oktober 2023 folgte dann eine umfangreiche Sanierung der Straßendecke zwischen der Anschlussstelle und der Straße Am Kieswerk für rund 500 000 Euro.

Die vier Bushaltestellen, hier die „Baumberger Chaussee“, wurden barrierefrei umgebaut.

Die vier Bushaltestellen, hier die „Baumberger Chaussee“, wurden barrierefrei umgebaut.

Foto: Stadt Monheim / Birte Hauke/Birte Hauke

Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Anschlussstelle der A59 wurden im März 2023 rund 1100 neue Sträucher und Bäume gepflanzt. „Bei der neuen Begrünung sind ausschließlich Pflanzen berücksichtigt worden, die einen hohen Wert für Flora und Fauna darstellen“, betont Christian Heichel vom städtischen Grünflächen-Team. „Alle Pflanzen besitzen nach einem erfolgreichen Anwachsen die Fähigkeit, auch mit wenig Wasser auszukommen.“ Viele der Bäume tragen im Sommer und Herbst Früchte und bieten ideale Brut- und Nistplätze für die heimische Vogelwelt.

In den Straßenbau wurden von Oktober 2021 bis Februar 2024 zwischen der Straße Am Kieswerk und der Baumberger Chaussee rund sieben Millionen Euro investiert. Die Kreuzung mit der Straße Am Kieswerk wurde vierspurig ausgebaut. An der Kreuzung mit der Baumberger Chaussee gibt es nun einen vierarmigen Knotenpunkt: Von der Baumberger Chaussee kommend wurden zwei Linksabbiegespuren angelegt, der östliche Knotenpunktarm Opladener Straße wurde auf insgesamt fünf Fahrspuren erweitert und der westliche Arm auf vier Spuren. Auch das ehemalige Menk-Gelände wurde an die Opladener Straße angeschlossen. Dabei wurde auch der Radschnellweg berücksichtigt, der im August 2020 an der Karlheinz-Stockhausen-Straße freigegeben wurde. Der Geh- und Radweg entlang der Opladener Straße, der von Fußgängern und Radfahrenden gemeinsam genutzt wird, ist nun auf beiden Seiten der Straße komfortable 3,5 Meter breit. Alle vier Bushaltestellen der Stationen „Baumberger Chaussee“ und „Waldschlösschen“ wurden barrierefrei umgebaut.

Zwischen dem Stadteingang und dem Kran am Monbag-See wachsen elf japanische Zierkirschen, Storchschnabel direkt an der Straßenseite und eine Blühwiese auf der Seite des Radwegs. „Wir versuchen, hier Pflanzen zu etablieren, die sich gut halten und selbst vermehren“, erklärt Heichel. Rund um den Kran am Monbag-See gibt es ebenfalls eine Blühmischung und Saatgut aus der Region. „Sukzessive planen wir hier aber eine feste Bepflanzung wie auf der Mittelinsel“, erklärt Heichel.