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Monheim: Stadtbienen schwirren jetzt am Rathaus

Monheim : Bienen starten vom Rathaus

Die Familienimkerei Förster-Schwind hat 22 Bienenvölker. Ihre Initiative soll für die emsigen Insekten begeistern.

Wer hätte das gedacht: Im Obergeschoss des Rathauses wird jetzt sogar sonntags gearbeitet. Im Einsatz sind dann allerdings nicht die Verwaltungsbediensteten, sondern emsige Bienen. Auf einem Vordach des Rathauses steht nach Angaben von Stadtsprecherin Birte Hauke jetzt ein dritter Stock für die von Imkerin Marie Förster initiierten Monheimer Stadtbienen. Die 33-Jährige hatte mit ihrem Team erst vor wenigen Wochen für zwei Bienenvölker im Garten des Deusser-Hauses solche blauen Kästen aufgestellt. Weitere Standorte sollen folgen.

Marie Förster stellt die Stöcke und übernimmt mit ihrem Team die komplette Pflege. Insgesamt habe sie mit ihrem Lebensgefährten Markus Schwind 22 Bienenvölker, sagt sie. „Die Stadtbienen sind noch Jungvölker und sollen jetzt erst einmal groß und stark werden. Erst nächstes Jahr werden wir aus den Waben im Deusser-Garten und auf dem Rathaus-Vordach Honig produzieren“, sagt sie.

Mit dem jetzt gestarteten Projekt möchte die Familienimkerei Förster-Schwind nach ihren Worten „den Monheimern die Bedeutung der Bienen noch näher bringen. Und wir wollen die Begeisterung, die wir für unsere Mädels haben, weitertragen“. Wie die Nachbarstadt Langenfeld mit zahlreichen Blüh- und Pflanzaktionen habe auch Monheim das Problem des Insektensterbens erkannt. „Aber auch jeder Bürger kann im eigenen Mikrokosmos etwas für die Bestäuber tun“, sagt Marie Förster.

Imkerteam setzt auf artgerechte Haltung und Wabenbau

Die gelernte Maßschneiderin und Buchhändlerin Förster interessiert sich seit 2013 für Bienen. „Ich habe mir einiges Wissen angelesen und mit zwei Völkern angefangen.“ Nach eigenen Angaben setzt sie mit ihrem Imkerteam auf artgerechte Haltung und Naturwabenbau. Der selbst hergestellte Honig sei unter anderem in der Fleischerei Jacobi am Gartzenweg 23 erhältlich.

Bei den Stadtbienen in den blauen Kästen geht es laut Förster „zunächst darum, dass die Bienen gut über den Winter kommen“. Die ersten Gläser mit Monheimer Stadthonig könnten dann im kommenden Jahr befüllt und verkauft oder als Geschenk für Gäste aus Partnerstädten angeboten werden, meint Stadtsprecherin Hauke. „Die Arbeit daran können einige Kollegen im Rathaus auch aus nächster Nähe durch ihr Bürofenster beobachten.“