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Monheim Polizei stoppt 20-jährigen Raser in Moheim

Monheim : 20-Jähriger rast über die Rheinpromenade

Die Polizeibehörde ist zurzeit verstärkt in Monheim und Baumberg im Einsatz.

(og) Er hat die Rheinpromenade zu seiner persönlichen Rennstrecke gemacht. In der Nacht zu Samstag hat die Polizei einen 20 Jahre alten Monheimer aus dem Verkehr gezogen und seinen Führerschein sowie sein Fahrzeug beschlagnahmt.

Mehrere Zeugen, so die Polizei, hätten am Samstag gegen 0.25 Uhr zwei Streife fahrende Polizeibeamte auf einen getunten Opel Astra aufmerksam gemacht, der kurz zuvor mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Rheinpromenade gefahren sei und am Ende der Wasserachse vor einer großen Eventlocation mehrere so genannte „Burnouts“ vollzogen habe. Bei dem Versuch eines „Drifts“ sei das Heck des Astras ausgebrochen und beinahe mit an der Seite geparkten Autos zusammengestoßen.

Führerschein und Fahrzeug wurden beschlagnahmt

Die Polizisten haben den Fahrer samt Wagen am Kreisverkehr Bleer Straße/ Berliner Ring gestellt und kontrolliert. Gegen den jungen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Führerschein und Fahrzeug beschlagnahmt. Der Opel wurde abgeschleppt.

Die Polizei wird auch in Zukunft verstärkt in dem Bereich der Rheinpromenade Präsenz zeigen und Verkehrskontrollen gezielt gegen rasende Autos oder Motorräder durchführen. „Wir nehmen die Beschwerden der Anwohner ernst“, sagt Polizeisprecher Daniel Uebber.

Erst Anfang Juni hatte die Polizei einen Raser an der Rheinpromenade gestoppt, der sich in seinem Kia ein Rennen mit einem Ford geliefert haben soll. Anfang Juli hatte die Polizei einen getunten Mercedes am Berliner Ring aus dem Verkehr gezogen.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben Anwohner in Monheim sowie im Ortsteil Baumberg vermehrt über Autofahrer geklagt, die am späten Abend und an den Wochenenden mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, quietschenden Reifen und aufheulenden Motoren über die Rheinpromenade fahren würden.

Eine gemeinsame Kontroll-Aktion von städtischem Ordnungsamt und Polizei, die neben den Corona-Maßnahmen auch die Raser- und Tuner-Szene ins Auge fassen sollte, endete in einem Streit zwischen den beiden Institutionen.

Bei der Aktion wurden insbesondere Jugendliche im Rheinbogen kontrolliert. Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann hatte sich anschließend öffentlich für das Vorgehen der Polizei entschuldigt. Landrat Thomas Hendel als Chef der Polizeibehörde Kreis Mettmann hatte die Vorwürfe aus Monheim zurückgewiesen (die WZ berichtete). Er bleibt bei seiner Linie und setzt derzeit auf verstärkte Kontrollen im Bereich Monheim und Baumberg.

„Wir gehen den Hinweisen verstärkt nach“, erläutert Polizeisprecher Daniel Uebber. Aktuell sei es allerdings relativ ruhig. Das sei zum Teil auch wetterabhängig, berichtet er.