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Monheim Monheim will neue Grundschule bauen

Monheim : Grundschule „Im Pfingsterfeld“ geplant

Der Ausschuss für Schule und Sport hat einstimmig für eine neue Grundschule am Standort „Im Pfingsterfeld“ gestimmt. Die ursprünglich dort geplante Kita soll im Monheimer Süden gebaut werden.

Um den Bedarf an Grundschulplätzen für die kommenden Jahre zu decken, will die Stadt Monheim eine weitere Grundschule mit zwei Zügen „Im Pfingsterfeld“ bauen. Das hat der Ausschuss für Schule und Sport so auch einstimmig beschlossen. Die Summe von 26,54 Millionen Euro soll im Haushaltsplan für 2020 hinterlegt werden. Die Entscheidung fällt in der Ratssitzung am 18. Dezember. Die ursprünglich für eine Erweiterung vorgesehene Hermann-Gmeiner-Schule bleibt nach den neuen Plänen dreizügig. Für den Umbau von zusätzlichen Räumen für die Inklusion an dieser Grundschule sollen noch fünf Millionen im Haushalt vorgesehen werden.

Die Schülerzahlen werden in den kommenden Jahren stärker steigen als ursprünglich angenommen. Bereits im Jahr 2022 rechnet die Stadt Monheim laut Schülermonitoring des Büros „Dr. Garbe & Lexis“ mit 488 Neuanmeldungen. Zum Vergleich: 2020 werden 428 Erstklässler erwartet. Bei einem Richtwert von 25 Schülern pro Klasse entstehe dabei ein Lücke, die durch Verteilung und Übergangslösungen nicht so einfach zu schließen sei, so Detlef Garbe. Die ursprünglich einmal angedachte Aufstockung von drei auf vier Eingangsklassen an der Hermann-Gmeiner-Schule reiche da nicht aus, so Garbe. Denn es würden zwei erste Klassen benötigt, um die Schüler aufzufangen und zu versorgen. „Eine fünfzügige Grundschule ist pädagogisch kontraproduktiv“, findet auch Claudia Ullenboom, Leiterin der Hermann-Gmeiner-Schule.

Auch eine Sporthalle ist
bei den Planungen vorgesehen

Deshalb schlägt das Büro
„Dr. Garbe“ eine weitere Grundschule vor, die den zusätzlichen Bedarf bis 2030 decken kann. Und die soll „Im Pfingsterfeld“ auf einem städtischen Grundstück entstehen. 10 000 Quadratmeter sind dafür erforderlich. Nach den Raumvorstellungen von Garbe soll jeder Zug – von der ersten bis zur vierten Klasse einen eigenen Bereich mit Klassen- und Gruppenräumen sowie Lernzonen und einer Sanitäreinheit bekommen. Außerdem sind ein Verwaltungstrakt, eine Mensa mit Küche sowie eine Sporthalle mit einem Feld vorgesehen.

„Traditionell“, so erläutert Jugendamts-Chefin Simone Feldmann, „kommen die meisten Grundschüler aus dem Berliner Viertel.“ Deshalb sei der Standort „Im Pfingsterfeld“ gut gewählt. Künftig könnten dort auch Kinder aus der Blee, wo gerade ein Generationenwechsel stattfindet, und, wenn das dort geplante Baugebiet bezogen ist, auch aus dem Pfingsterfeld kommen. Bei der Politik ist die Idee auf offene Ohren gestoßen. Nachfragen kommen von der SPD: Ob der Anschluss an die Kanalisation weitere Kosten verursachen würde und, wie hoch das Gebäude werde, will Lorenz Dombrowski wissen.

Weitere Fragen hängen von der Entwicklung des Standorts ab

Von welcher Seite aus die Schule zu betreten sei, fragt Alexander Schumacher. „Diese Fragen“, so Michael Lobe (Hochbauamtsleiter), „werden erst bei der Planung geklärt werden und hängen von der Entwicklung des Standorts ab.“ Für die Peto ist die Planung einer weiteren Grundschule „eine weitsichtige und ganzheitliche Betrachtung“, so Florian Große-Allermann. Mit „das fordern wir seit Jahren“ quittierte Bruno Kosmala (CDU) die Vorlage. Für die auf dem Gelände vorgesehene Kita soll ein neuer Standort im Monheimer Süden gefunden werden.