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Monheim: Ingo Lentz koordiniert die Aktion RhineCleanUp

Monheim : Der Rhein soll sauberer werden

208 Gruppen haben sich bisher angemeldet, eine davon in Monheim.

In zwei Wochen, am Samstag 12. September, sammeln wieder viele örtliche Gruppen am Ufer entlang des Rheins Müll und Unrat. 2018 startete die Umwelt-Aktion „RhineCleanUp“ zum ersten Mal mit 58 „CleanUps“ in fünf Ländern, in diesem Jahr haben sich bereits 208 Gruppen angemeldet, eine davon in Monheim. Ingo Lentz (71) koordiniert die Sammelaktionen in der Region.

Welches Ziel hat ­RhineCleanUp?

Ingo Lentz: Wir möchten die Welt sauber halten. Die Idee wurde in Belgien geboren. Initiator war Thomas de Groote. Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Müll nicht achtlos weggeworfen oder besser noch von vornherein vermieden wird.

Seit wann gibt es die Aktion?

Lentz: Erstmals sind wir 2018 an den Start gegangen und sofort haben sich 58 Gruppen in fünf Ländern von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden beteiligt. Ich habe die Aktion anfangs in Düsseldorf auf den Weg gebracht und kümmere mich inzwischen um die Region. Schon früher als PR-Chef der Messe Düsseldorf und jetzt als Pensionär liegt es mir am Herzen, etwas gegen den Dreck in den Städten zu tun. Der Rhein bietet sich als zentraler Fluss in Europa an, denn die Verschmutzung des Gewässers beispielsweise mit Mikroplastik wird so von Monheim oder Düsseldorf bis ins Meer weiter getragen.

Wie viele Gruppen haben sich für den 12. September 2020 schon angemeldet?

Lentz: Aktuell sind es 208 Gruppen. Die meisten davon in Deutschland. Eine gibt es in Monheim, die von Claudia Schmidt betreut wird.

Wie viele Helfer waren im vergangenen Jahr dabei?

Lentz: 2019 haben in Monheim rund 100 Helfer aktiv mit am Rhein aufgeräumt.

Müssen die Teilnehmer ­Säcke und Handschuhe selber ­mitbringen?

Lentz: Örtliche Firmen, Sparkassen und Gruppierungen unterstützen uns als gemeinnützige Organisation finanziell mit Spenden. Mit Hilfe der Grünen können wir beispielsweise in Monheim den Helfern Säcke, Greifer und Handschuhe zur Verfügung stellen.

Wo startet die Sammelaktion in Monheim?

Lentz: Beginn ist um 10 Uhr. Es gibt zwei Startpunkte. Eine Gruppe beginnt in Baumberg am Museumsboot Fiat Voluntas und arbeitet sich am Ufer bis Haus Bürgel vor. Die andere sammelt ab Treffpunkt Wasserspielplatz Am Werth. Der städtische Betriebshof stellt Container auf, in die der gesammelte Unrat gefüllt werden kann. Wir haben von Autoreifen, über Plastikflaschen und Kühlschränke schon alles mögliche gefunden.

Wie sieht das ­diesjährige RheinCleanUp unter ­Corona-Bedingungen aus? Wird die Party zum Schluss abgesagt?

Lentz: Die Teilnehmer sind angehalten zu zweit oder in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen zusammen zu gehen. An den Treffpunkten und den Sammelcontainern auf dem Schützenplatz am Werth und an Haus Bürgel bitten wir darum, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Eine Party gibt es nicht, aber die Firma Schukat unterstützt die örtliche Gruppe und stellt zwischen 11 und 12.30 Uhr auf dem Schützenplatz einen fahrbaren Food-Truck auf. Ein Eiswagen steht an Haus Bürgel.

Wo können sich Interessierte anmelden?

Lentz: Für das ‚RhineCleanUp’ am Samstag, 12. September, von 10 bis 13 Uhr in Monheim können sich noch Teilnehmer bei Claudia Schmidt unter Telefon 01753/577511 oder per E-Mail an cla-schm@solideit.de anmelden.