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Monheim „Haste Töne“: Der Bürgermeister legt auf

Monheim : Neues Kunstwerk im Kreisel kommt gut an

Zur Eröffnung des „Plattenspielers“ von „Inges Idee“ gab es ein Straßenfest.

Mit einem Straßenfest hat die Stadt Monheim am Samstagnachmittag das neue Kunstwerk am Kreisverkehr Bleer Straße gefeiert. Der überdimensionale Plattenspieler mit bunten Farben und dem stählernen Tonabnehmer der Berliner Künstlergruppe „Inges Idee“ kam bei den Anwesenden gut an.

„Na, das wirkt doch wie eine lauschige Sommerparty“, sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann, als er freudestrahlend auf die bunte Verkehrsinsel tritt, die einen riesigen Plattenteller darstellt. Im Beisein der Künstlergruppe „Inges Idee“ hat Zimmermann das Kunstwerk der Öffentlichkeit übergeben. Erst vor drei Jahren habe der Stadtrat damit begonnen sich mit Kunst im öffentlichen Raum auseinanderzusetzen, nach dem der aus dem Irak geflohene Bildhauer Saman Hidayat seiner neuen Heimat zum Dank eine seiner Skulpturen schenken wollte. „Uns ist aufgefallen, dass es uns an Kunst im öffentlichen Raum fehlt und dass in den letzten Jahren wenig dazu passiert ist“, beschreibt Zimmermann. Doch zu den Aufgaben einer Stadt gehöre mehr, als sich um die Müllabfuhr und Infrastruktur zu kümmern. Auch das kulturelle Leben müsse gefördert werden und mache eine Stadt erst lebens- und liebenswert. Er hat deshalb besonders den Mitgliedern des Stadtrats für ihren Mut gedankt, trotz Kritik am Budget für Kunst auf Monheims Straßen und Plätzen zu stimmen.

Viele neugierige Monheimer sind zum Kreisel gekommen und schauen sich die Skulptur aus diversen Perspektiven an, knipsen Erinnerungsfotos und fachsimpeln. Den Schwestern Ingird Herbertz und Irmgard Grünheid, unmittelbare Nachbarinnen des neuen Plattenspielers, gefällt das Kunstwerk sehr gut. „Nach dem ganzen Baustellenlärm wollten wir schauen, wie es geworden ist“, erzählt Herbertz. Ihr Urteil fällt eindeutig aus. Sie stellt fest: „In Natura gefällt mir das sehr gut und es ist besser, als einfach ein paar Blumen in der Mitte zu pflanzen. Hier guckt man eher hin.“ Die Schwestern seien nach zwei Jahren Baulärm froh, dass die Arbeiten rund um Kreisel und am Berliner Ring fertig werden. „Aber ich finde, es hat sich gelohnt“, bemerkt Grünheid.

Besucherin würde Geysir
an der Wasserachse platzieren

Auch Edeltraut Lachmann spricht positiv über das neue Kunstwerk: „Ich bin wirklich sehr angetan und finde die Idee toll.“ Grundsätzlich befürworte sie, Kunstwerke im öffentlichen Raum zu platzieren, allerdings würde sie den geplanten Geysir, der für Diskussionen sorgt, nicht am Kreisverkehr platzieren, sondern an der Wasserachse, wo bis 2023 auch die neue Kulturfabrik eröffnen soll. „Das würde viel besser passen“, pflichtet ihr Mann Veit Lachmann bei.