Monheim Erst ein kleiner Teil der von Dornieden gebauten Reihen- und Doppelhäuser ist bewohnt.

Monheim : Bauprojekte am Waldbeerenberg kommen voran

Investor ist in Baumberg-Ost mit drei Firmen zu Gange. Reihenhäuser für Menschen mit WBS ab März beziehbar.

Wer die Felder im Osten Baumbergs früher als Naherholungsgebiet genutzt hat, stößt jetzt an dicht stehende Häuserzeilen oder steht vor Baugruben, auf deren Grund schon Bodenplatten gegossen sind. Während in den mit dunklem Klinker ummantelten 26 Doppel- und Einzelhäusern des im Süden gelegenen Paeschke-Quartiers leuchtend-bunte Weihnachtsverzierungen an Türen und Fenstern von Belebtheit zeugen, sind im Baufeld des Hauptinvestors Dornieden die Bauarbeiten noch in vollem Gang. Was die Angelegenheit kompliziert macht, Dornieden ist hier – je nach Häuserform – mit drei Firmen beteiligt.

In der Mitte des Baufeldes hat die Dornieden Generalbau GmbH im November mit der Errichtung von 14 Reihenhäusern begonnen, von denen nur noch drei verfügbar sind, berichtet Ina Wacholz vom Vertrieb. An der Hannah-Szenes-Straße am südlichen Rand des Gebietes startet das Unternehmen im Mai mit den Arbeiten an zehn Doppelhäusern. Bis indes die Bagger für die begehrten Hofhäuser anrollen, wird noch etwas Zeit ins Land gehen. „Wir arbeiten derzeit am architektonischen Konzept, denn die Häuser sind mit viel Fundament und Dach bei wenig Wohnfläche sehr teuer in der Entstehung, müssen aber dennoch für die Käufer erschwinglich sein“, erklärt Projektentwickler Richard Zangs. Da alles auf einer Ebene liege, rund um einen pflegeleichten Innenhof, sei dieser Haustyp für Senioren, die sich kleiner setzen wollen, perfekt. Möglicherweise werde man einen Teil der Häuser zweigeschossig ausführen — für eine Einliegerwohnung. „Dann kann auch die Pflegekraft mit einziehen“, so Zangs. Zwölf solcher Häuser sollen entstehen, im Sommer geht die Generalbau mit diesem Haustyp in den Vertrieb.

Das Tochterunternehmen Vista ist unter anderem für die Herstellung des sozial geförderten Wohnungsbaus verantwortlich. Direkt am Sportplatz sind zwei Riegel mit 21 Reihenhäusern entstanden. „Wir haben die Häuser als Generalübernehmer für einen Privatinvestor errichtet, sie verbleiben in seinem Eigentum und werden an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet“, erklärt Judith Uttenweiler vom Marketing. Das Verfahren für die Wohnungsvergabe komme jetzt zum Abschluss, ab März würden die dann bezugsfertigen Häuser vermietet. Ferner hat die Vista 23 direkt vertriebene Reihenhäuser südöstlich dieser beiden Häuserreihen errichtet, die von ihren Käufern bereits bewohnt werden.

Auch eines der beiden Mehrfamilienhäuser, das die Dornieden-Tochter Fair-Home übernommen hat, befindet sich im Bau. Bei dem sich entlang der Yitzhak-Rabin-Straße erstreckenden Gebäude handelt es sich um „elementierten Geschosswohnungsbau“, bei dem genormte Einzelzeile vorgefertigt und dann auf der Baustelle montiert werden. „Wie bei einem Baukastensystem werden um eine Treppenhaus herum die fertigen Nutzungseinheiten herumgebaut“, erklärt Zangs. Daher könnten die Wohnungen preisgünstig vermietet werden. Ab dem Frühjahr wird die Generalbau ihr Mehrfamilienhaus an der Europaallee in Angriff nehmen.

Hasholzer Grund

In seiner letzten Sitzung des Jahres 2018 hat der Rat der Stadt den Bebauungsplan Hasholzer Grund beschlossen. Das Gebiet schließt sich südlich an die Neubausiedlung Waldbeerenberg an. Der städtebauliche Entwurf des Investors, der Paeschke GmbH, sieht etwa 60 Einfamilienhäuser vor, die in Form von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern realisiert werden. An der Haupterschließungsachse, der Europaallee, die entlang der Hochspannungsleitung verläuft, soll Geschosswohnungsbau mit preisgedämpften Wohnungen entstehen. „Wir haben einen Erschließungsvertrag mit der Stadt geschlossen, die Kanal- und Straßenbauarbeiten müssen noch ausgeschrieben werden, aber im Frühjahr 2019 wollen wir mit dem Bau anfangen“, erklärt Paeschke-Mitarbeiter Oliver Sachs. Wenn Kanal und Baustraße fertig ist, steigt Paeschke zeitgleich mit dem Start der Hochbauarbeiten in die Vermarktung ein.

Rheinkiesel

Wegen der eingeengten Lage an exponierter Stelle laufen die Bauarbeiten an den drei Rheinkieseln an der Krischerstraße Ecke Rheinpromenade weiterhin unter schwierigen Bedingungen für die Bauleitung. „Alle Häuser werden im ersten Quartal 2020 fertig“, erklärt Paeschke-Mitarbeiter Oliver Sachs. Von den insgesamt 77 Wohnungen seien noch 13 verfügbar. Vermietet ist aber schon das einzige Ladenlokal, das in Haus A auf den Platz an der Krischerstraße ausgerichtet ist. Dort zieht ein Arzt ein.

Menk-Gelände

Noch Ende des Jahres werden die 23 Doppelhäuser fertiggestellt, die derzeit auf dem ehemaligen Menk-Gelände am Monbagsee entstehen. „Während die Häuser ausverkauft sind, können sich noch Interessenten für die Mietwohnungen melden“, wirbt Sachs. Positiv für junge Familien: In unmittelbarer Nachbarschaft will die Stadt eine neue Kita bauen.

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