Monheim Die Lok kommt vor die Kulturraffinerie

Monheim : Lok muss für einen Kreisverkehr umziehen

Rund um das Monheimer Tor soll sich einiges bewegen. Die Pläne wurden jetzt den Bürgern vorgestellt.

Bis zu den Sommerferien soll das Baurecht für die geplanten, umfangreichen Veränderungen rund um das Monheimer Tor geschaffen sein. Ein Schritt auf dem Weg dahin, ist die vorgeschriebene Bürgerbeteiligung. Dazu haben sich rund 60 Monheimer im Ratssaal eingefunden.

Jakob Vogel vom Architekturbüro Heine Plan aus Hamburg, das nun neben der Neugestaltung der Rathaus-Center auch die des Monheimer Tors übernommen hat, erläutert die Konzeptideen. Zum eine soll das Monheimer Tor in seiner Höhe an das Rathaus-Center angepasst, also um mehrere Stockwerke erhöht werden. Ein Weg durchs Monheimer Tor soll vom Busbahnhof zum Berliner Viertel führen und so die künftige Achse vom Busbahnhof zur Heinestraße verlängern. Damit wäre die gewünschte Öffnung der Innenstadt geschaffen. Für die Veränderung von Straßenführung und -nutzung (Heinestraße wird wieder Autostraße) ist neben dem Bebauungsplanverfahren auch eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig.

Dort etwa, wo heute die Lokomotive den Eingang zur Innenstadt markiert, soll eine großer Kreisverkehr entstehen. Die Lokomotive muss deshalb weg. „Sie soll umgesetzt werden und vor der ehemaligen Eisenbahnrampe der Kulturraffinerie K 714 einen Platz finden“, so Bürgermeister Daniel Zimmermann. Allerdings fehle dazu noch der Ratsbeschluss.

Erhalten werden sollen die alten Bäume, die jetzt noch den Berliner Ring säumen. Sie werden künftig mitten in der verbreiterten Straße zwischen Berliner Viertel und Monheimer Tor liegen. Etwa sechs Meter breit soll allein der Mittelstreifen werden, über den der Weg zum Moheimer Tor führen wird, erläutert Zimmermann. Ob dann eine Hauptverkehrsstraße vor dem Altenheim am Berliner Platz entlang führe, will ein Monheimerin wissen. „Nein. Davor sind Rad- und Fußwege geplant“, so Zimmermann. Ob es, wie ein Senior wünscht, auch Ruheinseln und Blumen geben wird, lässt der Bürgermeister offen. „Aber die Anregungen fließen in das Planverfahren ein.“ Dass die Mischung des Einzelhandels stimmt, sei selbstverständlich Ziel der Stadt. Die Vermarktung von Flächen in den Rathaus-Centern laufe. „Erfolgreich“, so Isabel Port, Geschäftsführerin der Rathaus-Center GmbH. Zimmermann ergänzt, dass die Post zugesagt habe, ihre Filiale im Rathaus-Center zu erweitern.

Geht es nach den Plänen der Architekten von Heine-Plan, bekommt das Monheimer Tor ein zusätzliches Parkhaus für rund 450 Autos. Es soll etwa so hoch werden wie das im hinteren Bereich angrenzende Rathaus-Center I. Dort sollen auch die Zufahrten für die vorhandenen Tiefgaragen und das Parkdeck auf dem Monheimer Tor entstehen. Darüber wird das Dach bepflanzt. Ob es öffentlch zugänglich werden wird, sei noch offen, so Vogel. „Dazu muss erst die Tragfähigkeit untersucht werden.“ Ob der Weg vom Busbahnhof zum Berliner Viertel auch spätabends nur durchs Monheimer Tor führt, sei noch offen. Allerdings gibt es den Plan, das Center etwa durch den Einzug eines Fitnessstudios zu beleben, damit keine Angsträume entstehen. „Da stehen wir noch am Anfang“, so Zimmermann.

Die Anlieferung für das Monheimer Tor sei „noch ein Puzzle“, räumt Architekt Vogel auf Nachfrage ein. Für Edeka solle es ein Durchfahrt innerhalb des Gebäudes geben Darüber hinaus ist ein zweite Anlieferungsstelle hinter dem Rathaus-Center geplant. Mit dem Umbau soll nach den Straßenarbeiten begonnen werden, voraussichtlich 2022.