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Monheim bekommt Werke von tony Cragg, Jeppe Hein und Mischa Kuball

NRW : Neue Kunst für Monheims Mitte

Vier Millionen Euro gibt die Stadttochter Einkaufszentren für Werke von Tony Cragg, Mischa Kuball und Jeppe Hein aus.

(og) Dass Kunst im öffentlichen Raum eine große Rolle in Monheim spielen soll, ist seit 2017 Programm. Bei der Planung des neuen Zentrums (für 90 Millionen Euro) hat die Stadttochter Einkaufszentren GmbH vier Millionen Euro dafür vorgesehen. Jetzt stehen die Kunstwerke fest: Tony Cragg, Mischa Kuball und Jeppe Hein.

 Am Anfang der neuen Kunstachse werden künftig drei zusammengehörende Bronze-Skulpturen des Bildhauers Tony Cragg (*1949 in Liverpool) stehen. Durch den dynamischen Wechsel von Richtung und Volumen der Skulpturen scheint es, als wären die Säulen in Bewegung – „genau so, wie die Stadt Monheim“, findet Cragg. „Drei tanzende Säulen“ wird zwischen Busbahnhof und dem Monheimer Tor platziert.

Die zweite künstlerische Position wird Mischa Kuball (*1959 in Düsseldorf) erschaffen. Sein Werk „Monheim Cubes“ wird Klang und Licht miteinander kombinieren und aus zwei Kuben bestehen. Es soll auf dem neuen Boulevard, der künftig den Busbahnhof mit dem Eierplatz verbindet, installiert werden. Einer der Kuben wird fünf Meter in die Höhe ragen – ein 3D-Würfel, der aus einer Metallkonstruktion mit LED-Ummantelung geformt wird. Der zweite Kubus wird so wirken, als sei er im Boden versenkt. Die Klanginstallation wird in Kooperation mit der Monheim Triennale und dem Klangkunst Festival entstehen. Die Konstruktion in der Stadtmitte will die Stadt um einem dritten Kubus ergänzen. Er wird in drei Fragmente zerlegt sein, die an den drei großen Eingängen zur Innenstadt aufgebaut werden. „Erst in der Mitte werden sich die einzelnen Fragmente dann quasi zu einem ganzen Kubus zusammenfügen – dort, wo sich die Menschen treffen“, sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann.

Auf dem Eierplatz wird der dänische Künstler Jeppe Hein (*1974 in Kopenhagen) einen Wasser-Pavillon mit einem außergewöhnlichen Spielplatz aufstellen. Er ist offen gestaltet und wird Kindern Freiraum liefern. Zugleich will Jeppe Hein über die Kombination aus Spielgeräten und Sitzgelegenheiten einen Anziehungspunkt und Begegnungsraum für Menschen aller Generationen schaffen. Das von ihm geplante Wasserspiel in Form mehrerer, sich überlappender Eier wird begehbar sein und die Menschen dazu einladen, das Wasser anzufassen. Fontänen können bis zu zweieinhalb Meter hoch aufsteigen. Da das Wasserspiel ebenerdig ist und ausgeschaltet werden kann, wird der Eierplatz weiter für den Wochenmarkt und Veranstaltungen verfügbar sein. Auch die Monheimer Eislaufbahn soll künftig dort hinziehen – weg vom Rathausvorplatz.

Kunstschulleiterin Katharina Braun hat die Monheimer Einkaufzentren GmbH mit ihrem Kunstschul-Team beraten. Politische Gremien waren an der Entscheidung nicht beteiligt.