Dynamische Bevölkerungsentwicklung Monheim baut Grundschulstandorte weiter aus

Monheim · Die Hermann-Gmeiner-Grundschule wird vierzügig und es gibt eine Überhangklasse an der Grundschule Lerchenweg. Das beschloss der Schulausschuss.

 Die Hermann-Gmeiner-Schule an der Erich-Klausener-Straße in Monheim soll vierzügig werden.

Die Hermann-Gmeiner-Schule an der Erich-Klausener-Straße in Monheim soll vierzügig werden.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Die Bevölkerung in Monheim wächst und wird immer jünger, berichtete Simone Feldmann, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie, den Politikern im gemeinsam tagenden Schul- und Jugendhilfeausschuss. Aus diesem Grund passe man im Rathaus ständig die Prognosen für eine bedarfsgerechte Kita- und Schulentwicklungsplanung an. Engmaschig sei in den vergangenen Jahren ein Schülerdatenmonitoring fortgeschrieben worden. Mit diesem vorausschauenden Vorgehen fahre man bisher gut. Die Stadtverwaltung könne die Planung rechtzeitig aktualisieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. Das sei auch jetzt wieder notwendig.

2019 ist eine neue Gesamtschule gegründet worden. Schrittweise sollen alle weiterführenden Schulen siebenzügig werden. Auch die Grundschulen wurden erweitert, neue sind gebaut worden wie die Grundschule Bregenzer Straße (zwei Züge) und die dreizügige Grundschule im Pfingsterfeld. Beide Standorte hätten sich etabliert, die Einschulungskapazitäten seien voll ausgeschöpft. Die Schule Im Pfingsterfeld ist im vergangenen Sommer in ihr neues Gebäude im Monheimer Süden gezogen, die Grundschule Bregenzer Straße wechselt im August 2024 in die neuen Räume.

Es sei jetzt an der Zeit, die Standards wieder zu aktualisieren, sagte Feldmann. Denn trotz der Erweiterung der Monheimer Grundschulen um insgesamt fünf Züge seit dem Schuljahr 2022/23 reichten die Plätze zukünftig nicht aus.

Für den Ortsteil Baumberg könne sie zwar eine zufriedenstellende Prognose abgeben. „Aber ab dem Schuljahr 2025/26 benötigen wir weitere Züge in Monheim“, sagte die Fachbereichsleiterin. Bis 2027 – so ihre deutliche Empfehlung – müssten mindestens zwei weitere Eingangsklassen gegründet werden. Bis es soweit ist, könne nach Absprache mit den Schulen für das Schuljahr 2025/26 jeweils eine Überhangklasse in den Interimsgebäuden der Grundschule Am Lerchenweg und der Hermann-Gmeiner-Schule eingerichtet werden. Letztere wird ab dem Schuljahr 2025/26 dauerhaft vierzügig ausgebaut. Feldmann sagte, die Verwaltung prüfe derzeit noch, an welchen Standorten man weitere Züge abbilden könne. „Erst ab 2028 entspannt sich die Lage“, sagte sie. „Vielleicht können wir die Klassengrößen dann sogar etwas zurück fahren.“

Einstimmig votierten die Politiker im Schul- sowie im Jugendhilfeausschuss für die Erweiterungspläne. Kristina Vogel (Peto) freute sich über mehr Kinder und Jugendliche in der Stadt. Aktuell lebten 19,5 Prozent unter 18-Jährige in Monheim, sagte sie. Das sei kein Zufall, sondern das Ergebnis der familienfreundlichen Politik der Peto in den letzten Jahren. Dem widersprach Angela Linhart (CDU). Die Kitagebühren habe bereits Bürgermeister Thomas Dünchheim (CDU) mit den Stimmen der CDU-Fraktion abgeschafft, damit habe man bereits vor der Ämtszeit von Zimmermann attraktive Bedingungen für Familien geschaffen, sagte sie.

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