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Monheim Alle Grundstückseigentümer im Pfingsterfeld sind kooperativ.

Monheim : Vier Eigentümer wollen verkaufen

Im Pfingsterfeld hat sich der Plan, eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme mit entsprechenden Zwangsmitteln einzuleiten, erledigt. Fast alle Eigentümer wollen verkaufen – nur die katholische Gemeinde nicht.

Während die eingeleitete Voruntersuchung für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Baumberg-Süd die Anwohner des Greisbachsees bereits in den Klagemodus versetzt, sieht es momentan so aus, als müsste die Stadt bezüglich des geplanten Neubaugebietes im Pfingsterfeld erst gar nicht zu diesem scharfen baurechtlichen Instrument greifen. „Es gibt in dem Plangebiet vier Eigentümer, die zum Teil an die Stadt verkaufen wollen oder generell mitwirkungsbereit sind“, erklärt Stadtplaner Thomas Waters. Der nächste Schritt sei, städtebauliche Verträge mit den Grundstückseigentümern zu schließen, in denen sie ihren Mitwirkungswillen schriftlich dokumentieren. Dann darf die Stadt keine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme mehr einleiten.

Städtebauliches Konzept
zur Umsetzung liegt vor

Im Rahmen der Voruntersuchung hatte die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft Düsseldorf alle Grundstücksflächen zusammengestellt, Gespräche mit den Eigentümern geführt, um deren Mitwirkungsbereitschaft zu ergründen und ein Gesamtfinanzierungskonzept mit allen öffentlichen und privaten Investoren erstellt, berichtet Waters. Als Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs, aus der der Entwurf von Thomas Schüler Architekten als Sieger hervorging, liegt nun auch ein städtebauliches Konzept zur Umsetzung vor. „Die Kosten für die öffentliche Infrastruktur, einschließlich der Umlegung des Umspannwerkes und dem Abbau der Hochspannungsleitungen, wird über den Planungsgewinn von den Eigentümern abgeschöpft“, erklärt Waters. Die Stadt strecke die Ausgaben für diese Investitionen vor.

Für alle Grundstücke wurden vom Gutachterausschuss des Kreises Mettmann Wertgutachten erstellt. „Darin ist der Wert zum Zeitpunkt der Einleitung der vorbereitenden Untersuchung erfasst“, so Waters. Zum Teil sei dies schon Bauerwartungsland oder begünstigtes Ackerland und Grünland gewesen. „Wenn die Eigentümer ihr Grundstück behalten, schöpfen wir nur den Planungsgewinn ab, das heißt die Differenz zwischen Ackerland und Rohbauland“.

Für die katholische Gemeinde St. Gereon und St. Dionysius, die gut 7000 Quadratmeter in dem Areal besitzt, sei der angebotene Preis keine Verhandlungsgrundlage, erklärt Bernd Wehner vom Kirchenvorstand. Der Tenor nach der letzten Sitzung des Liegenschaftsausschusses sei, dass die Gemeinde das Grundstück lieber selber entwickeln wolle. „Wir werden den Bürgermeister in dieser Richtung unterrichten“, sagt Wehner. Die Gemeinde müsse diese Vorgehensweise ohnehin mit dem Generalvikariat abstimmen und das Erzbistum verkauft in der Regel kein Grundstück.