Stadtmitte : Langenfelder Markthalle erhält Glasanbau

Auch der Innenraum wird saniert. Es soll heller und offener werden. Mehr Grün geplant.

. Die Markthalle ist ein beliebter Treffpunkt, und mittags lässt sich an den Markttagen oft gar kein freier Tisch mehr ergattern. Doch der Bau ist in die Jahre gekommen, zwei von acht Imbissbetrieben stehen leer. Weil immer wieder Lokale geschlossen und neue geöffnet haben, wirkt das Erscheinungsbild der Gastronomie-Betriebe und der Sitzgelegenheiten inzwischen uneinheitlich und leicht abgenutzt. Der Betreiber möchte jetzt den Innenraum in großem Stil sanieren und plant an der Außenfassade einen Wintergarten und mehr Grün, auch auf dem Dach. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. Die Politiker im Ausschuss für Stadtplanung stimmten am Donnerstag mehrheitlich dafür. Nur die FDP zog nicht mit.

Stephan Anhalt, im Rathaus für die Stadtentwicklung zuständig, freute sich, dass dieser zentral gelegene Publikumsmagnet bald „heller und offener“ sein wird. Geplant sind neue Bodenbeläge, Sanitär-und Sozialräume, eine Renovierung der Treppenhäuser und zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Dort, wo jetzt der Getränkepilz steht, soll demnächst eine Wendeltreppe oder ein gläserner Aufzug hoch bis zu einer Empore führen.

Zum Marktplatz ausgerichtet entsteht auf ungefähr 200 Quadratmetern Fläche ein halbrunder Wintergarten, berichtete Anhalt. Der soll nicht weiter als 6,50 Meter auf den Marktplatz hinausragen, damit das klar strukturierte Gesamtbild des Platzes mit den Wasserfontänen und Treppenstufen erhalten bleibt. Die großen Fenster ließen sich im Sommer komplett aufklappen. „Im Inneren ist Platz für weitere Tische und Stühle“, sagte Anhalt. Er merkte auch an, ein Verkauf der für den Wintergarten benötigten städtischen Fläche wäre auf Grundlage des neuen Planungsrechts möglich.

Die FDP sieht keine
Notwendigkeit für einen Anbau

20 Jahre nach der Eröffnung begrüßten auch die Politiker mehrheitlich, dass modernisiert wird. Dieter Braschoss (CDU) sagte: „Da sind wir uns alle einig. Die Pläne sehen wirklich sehr schön aus.“ Aus Sicht der CDU dürfe der Wintergarten aber nicht weiter auf den Platz gebaut werden als die bisherige Außengastronomie ihre Tische und Stühle stehen habe. Unterstützung bekam er von Günter Herweg (Grüne). Die Vertreter der SPD stimmten zu: „Die Sanierung ist notwendig. Der Wintergarten wird das ganze Jahr eine Bereicherung sein.“

Hannah Paulsen-Ohme (FDP) war mit der jetzigen Planung nicht glücklich. „Sie verändert die Proportionen immens.“ Der Marktplatz bekomme so ein anderes Gesicht. Die Liberale geht nicht davon aus, dass es in der Markthalle ein Platzproblem und zu wenige Tische und Stühle gebe. Deshalb sei eine Erweiterung gar nicht notwendig, findet sie. Schwierigkeiten sieht sie aber bei der Leistung der Küchen. Die kämen mittags kaum nach. Es bildeten sich oft lange Warteschlangen.

Die Sanierung der Markthalle könne auch als Auftakt für eine „Aufhübschung“ des gesamten Marktplatzes genutzt werden, schlug die SPD vor. Der sehe an einigen Stellen schon etwas schmuddelig aus. Und Günter Herweg (Grüne) erkennt Nachbesserungsbedarf an den Rändern. Beispielsweise sollte der „Übergang mit den Stufen zu Haus Arndt harmonischer gestaltet werden“.

Die Verwaltung bereitet für die Ratssitzung im März den Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung vor.