Langenfeld will RRX nicht nur vorbeifahren sehen

Langenfeld will RRX nicht nur vorbeifahren sehen

Die Stadt pocht auf eine Prüfung für einen Stopp. Am Mittwoch ist eine Anhörung mit der Bahn in der Hubertushalle.

Langenfeld. Ist der Zug nun abgefahren oder nicht? Die Rede ist vom Rhein-Ruhr-Express (RRX). Der soll bis spätestens 2025 in Betrieb gehen und von Dortmund über Düsseldorf nach Köln fahren. In der Region ist ein weiterer Stopp in Leverkusen vorgesehen. Langenfeld liegt zwar auf der Strecke, aber ohne Halt.

ist ab 10 Uhr ein nicht öffentlicher Erörterungstermin in der Langenfelder Hubertushalle. Vertreter der Bahn nehmen Anregungen entgegen. Dabei geht es auch um Aspekte des Lärmschutzes und um die Pläne, ein weiteres Gleis auf Langenfelder Gebiet zu verlegen. Doch vor allem will die Stadt noch einmal darauf drängen, Langenfeld doch noch als Halt zu integrieren.

„Ich denke schon, dass wir noch eine Chance haben. Ich werde zu dem Termin gehen und auf eine Prüfung drängen“, sagt Stephan Anhalt, Leiter des Planungsamtes.

Die Bahn verweist auf ein Gutachten aus dem Jahr 2006, bei dem die Haltepunkte abschließend festgelegt worden seien. „Dieses Gutachten und die hierzu getroffenen Annahmen sind nach mehr als acht Jahren überholt“, hält Bürgermeister Frank Schneider dagegen. Zudem sei das Gutachten damals ohne Anhörung oder Beteiligung der Stadt Langenfeld erstellt worden.

Mit Blick auf 2006 kritisiert Landtagsabgeordneter Jens Geyer (SPD) in Richtung Langenfeld: „Von den damaligen Politikern wäre ein beherztes Eintreten notwendig gewesen. Weder der damalige Bürgermeister Staehler, noch sein Referent Frank Schneider haben sich an Bund und Bahn gewandt“, sagt er unter anderem.

„Ein Referent hat sich nicht um politische Statements zu kümmern. Und ich kann mich noch erinnern, dass sowohl Magnus Staehler als auch sein Monheimer Kollege Thomas Dünchheim sich intensiv für den Halt eingesetzt haben“, sagt Schneider.

Für Stadtplaner Anhalt ist wichtig, dass auf Drängen Düsseldorfs derzeit von der Bahn ein Stopp in Benrath geprüft wird. „Was dort geht, muss ja wohl auch noch in Langenfeld gehen“, sagt er.