Langenfeld: Wie entstehen Mondkrater?

Langenfeld: Wie entstehen Mondkrater?

Der DRK-Kindergarten Am Brückentor ist das erste „Haus der kleinen Forscher“ Langenfelds.

Langenfeld. Wie entstehen Krater auf dem Mond? Ganz einfach: Man wirft einen Stein in eine Schüssel Mehl, nimmt den Stein wieder hoch, und schon sieht man, dass der Stein in der Masse Mehl ein Loch hinterlassen hat. Was wie das unbeholfene Spiel von Kindergartenkindern aussieht, entpuppt sich als naturwissenschaftliches Experiment.

Das "Haus der kleinen Forscher" wurde am Dienstag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin eröffnet. Im Langenfelder DRK-Familienzentrum "Glühwürmchen" Am Brückentor gab es deshalb den Aktionstag "Sonne, Mond und Sterne - wir reisen ins All". Die Kindertagesstätte ist zertifizierte Einrichtung, was bedeutet, dass die Erzieherinnen eine naturwissenschaftliche Schulung erhalten haben. In jedem Gruppenraum waren am Dienstag Lernstationen aufgebaut.

"Die Experimente werden aber in den Alltag eingebaut", sagt Thomas Hohmann (36), Erzieher und Leiter der Kita "Glühwürmchen". "Wir schauen uns zum Beispiel an, wie man schmutziges Wasser aus dem Sandkasten reinigen kann, wenn die Kinder gerade dort spielen."

Alle Kinder ab zwei Jahren nahmen an den Versuchen teil und bekamen anschließend einen Forscherpass. Es ging eben um mehr als Spiel und Spaß.

Derzeit ist das DRK-Familienzentrum die einzige Langenfelder Einrichtung mit dem Zertifikat "Haus der kleinen Forscher". Das soll sich aber bald ändern. Die Stadt bietet allen Tagesstätten an, den Mitgliedsbeitrag bei der Stiftung für zwei Jahre zu übernehmen.

Das einrichtungsübergreifende Arbeiten findet Am Brückentor bereits statt. "Wir haben zusammen mit der Nachbar-Grundschule Projekte durchgeführt", so Hohmann.

Der Aktionstag stand im Jahr der Astronomie ganz im Zeichen der Sterne. "Ich finde das hier ganz toll", begeisterte sich Katharina (5), nachdem sie mit Hilfe von Luftballon, Strohhalm und Nylonfaden den Start einer Rakete simuliert hatte.

Die Werkzeuge für die Experimente sind Alltagsgegenstände. Die Idee: Naturwissenschaft fängt nicht im Labor hinter einer verschlossenen Tür an, sondern ist Bestandteil des Alltags.

Wenn die Kinder lernen, wie die zwölf Monate heißen, können sie auch gleich erklären, was ein Monat ist und was das mit der Umlaufbahn des Mondes zu tun hat. Bundesweit sind 6.300 Kitas in Besitz des Zertifikats.

Mehr von Westdeutsche Zeitung