Langenfeld: Stadthotel - Kaffee im Juli und ein weiches Bett ab Herbst

Langenfeld: Stadthotel - Kaffee im Juli und ein weiches Bett ab Herbst

Planung: Zunächst soll die Gastronomie eröffnen. Der lange Winter durchkreuzte alle Zeitpläne.

Langenfeld. Schön soll es werden. Besonders schön. Die Rede ist vom Stadthotel im Zentrum Langenfelds. Seit einem Brand im April 2004 steht der Bau leer. Doch das soll sich ändern. "Spätestens Ende Juli werden wir den Gastronomiebereich eröffnen. Die Theken werde gerade eingebaut." Das sagt Tino Jans. Und er sollte es wissen. Er hat das Hotel neben der Stadthalle im Mai 2008 gekauft. Zum Preis will der 47-Jährige nichts sagen.

Zwei Säulen soll der Bau im Herzen der Stadt künftig haben. Einmal ist da die Gastronomie mit einer großen Café-Bar nach New Yorker Vorbild. Es ist ein Mix aus Café, Bar und Restaurant. Nach dem Konzept hat Jans auch einen Laden in der Hildener Innenstadt aufgemacht. "Und es wurde angenommen", betont er. Hinzu kommt in Langenfeld der große Bereich der Außengastronomie. Die Sonnenschirme stehen schon - wenn auch noch eingepackt.

Doch bei den Renovierungsarbeiten war es gerade die Außengastronomie, die Tino Jans einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Der harte Winter hat die Arbeiten vor der Tür extrem verzögert. Deshalb konnte der ursprüngliche Zeitplan mit der Eröffnung Ende Februar auch nicht gehalten werden.

Die zweite Säule des Projektes ist der klassische Hotelbereich. 24Zimmer, davon elf Einzelzimmer, werden ab September für Übernachtungen angeboten. "Vorher lohnt sich das nicht mehr. Bald ist Ferienzeit. Und meine hauptsächliche Zielgruppe sind die Messegäste aus Düsseldorf und Köln. Und der Betrieb geht eh erst wieder im September los", erläutert Jans.

Rund 1,5 Millionen Euro lässt sich der Unternehmer nach eigenen Angaben die Renovierung kosten. Im Laufe der Arbeiten wurde immer offensichtlicher, in was für einem desolaten Zustand das Gebäude ist. Deshalb mussten auch mehrere angepeilte Eröffnungstermine verschoben werden - unter anderem der Spätsommer 2009. Aber Tino Jans ist sich sicher, dass sich die hohe Investition und das unfreiwillige Warten lohnen werden.

"Direkt neben der Stadthalle mit Anbindung an die Haupt- und die Solinger Straße mit ihren zahlreichen Geschäften und entsprechender Laufkundschaft hat das Stadthotel die ideale Lage. Hier brummt es. Man kann sich bei uns hinsetzen und dem Treiben zuschauen", Jans ist sicher, mit der Investition auf das richtige Pferd zu setzen.