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Langenfeld: Schäferhund tötet Terrier „Penny“

Langenfeld : Schäferhund tötet Terrierhündin Penny

Der Tod der Hundin von Familie Gaß ist nun ein Fall für Polizei und Ordnungsamt.

Als ihr Ehemann das Terrierhündchen Penny zum Gassi-Gehen ausführte, ahnte Heidemarie Gaß nicht, dass sie das vierbeinige Familienmitglied nie mehr lebend wiedersehen würde. „Penny war 15 Jahre alt, aber fit wie ein Turnschuh“, erzählt die Langenfelderin – und noch immer ist ihr die Bestürzung über die Geschehnisse deutlich anzumerken. Auf dem Weg mit dem Herrchen sei plötzlich ein Schäferhund hinter seinem Besitzer aus einem Hauseingang gesprungen, habe den kleineren Artgenossen geschnappt und ihm das Rückgrat gebrochen, berichtet Gaß.

Der Vorfall und Pennys Tod liegt inzwischen drei Wochen zurück und ist laut Mettmanner Kreispolizei Gegenstand von Ermittlungen. Auch das Langenfelder Ordnungsamt beschäftigt sich mit diesem Fall, ohne sich zu Details zu äußern. Zum allgemeinen Vorgehen bei auffällig gewordenen Hunden erklärt Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath indes: „Wenn uns bekannt wird, dass eine Hundehaltung risikobehaftet ist, informieren wir den Kreisveterinär.“ Der prüft die Hundehaltung und gibt eine Stellungnahme ab. Tätig wird die von ihm geleitete Behörde laut Benzrath schon, wenn jemand meldet, dass ein Hund andere Tiere oder gar Menschen angesprungen hat. 

Die Pflicht, den Hund nur noch angeleint – gegebenenfalls an der kurzen Leine – auszuführen, oder auch einen Maulkorb-Erlass kann das Ordnungsamt dem Halter laut Benzrath sofort nach einem Zwischenfall auferlegen. Der Wesenstest beim Kreis-Veterinär wiederum kann zur Aufhebung dieser Verpflichtungen führen – wenn der Hundehalter nachgewiesen hat, dass er in der Lage ist, angemessen mit seinem Gefährten umzugehen, und wenn das Verhalten des Vierbeiners nicht auf eine Gefahr für die Allgemeinheit schließen lässt. Genauso möglich ist aber auch eine Verschärfung der Auflagen.

Welche Konsequenzen der Angriff auf den Hund von Familie Gaß hat, wird sich in naher Zukunft entscheiden. Die Besitzerin des Schäferhundes habe sie noch am Tag des Vorfalls zur Entschuldigung besucht, berichtet Heidemarie Gaß: „Aber unseren Hund macht das leider nicht mehr lebendig.“