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Langenfeld: Neue Siedlung mit Platz für etwa 400 Wohnungen

Langenfeld: Neue Siedlung mit Platz für etwa 400 Wohnungen

Auf der Freifläche zwischen B8 und Blumenstraße soll eine Siedlung mit Supermarkt für Berghausen entstehen.

Langenfeld. Lange wird über die Nutzung der Freifläche zwischen Düsseldorfer Straße (B8) und Blumenstraße diskutiert. Aus dem 2004 entwickelten Plan, dort die Feuer- und Rettungswache für Langenfeld und Monheim zu errichten, wurde nichts. Die FDP hatte sich bereits 2007 und zuletzt Anfang Dezember dafür eingesetzt, das Bauleitverfahren für eine der letzten großen Wohnbaureserveflächen wieder aufzunehmen. Auf dieser Linie liegt nun auch die CDU-Mehrheitsfraktion. Der Planungsausschuss stellte die Weichen für eine Gestaltung, mit der mehrere Ziele verfolgt werden.

"Es geht um die Lösung der Verkehrsprobleme in diesem Bereich, den Bau von 300 bis 400 Wohneinheiten in mehreren Abschnitten und eines Lebensmittelmarktes, um die Nahversorgung der Berghausener ähnlich wie jüngst in Wiescheid zu verbessern", sagt Stephan Anhalt, Referatsleiter Stadtplanung. Es gehe um einen "planerischen Gesamtguss", dessen erste Grundzüge bereits im April 2010 vorgestellt werden sollen.

CDU-Fraktionschef Peter Klinkers sprach von "einem Bereich, der nach Neuordnung ruft", auch weil das Areal in Nähe der Innenstadt liegt. Für die FDP merkte Hans-Peter Büttgenbach süffisant an, dass "die CDU unsere Idee ohne Einschränkung übernimmt". Zustimmung zu einer Gesamtplanung signalisierte auch die SPD, nur die Grünen waren dagegen.

Sehr viel Fantasie werden die Planer auf die Verbesserung des Verkehrs zwischen Treibstraße, Einmündung Theodor-Heuss-Straße in die B 8 und an die bislang völlig ungenügend ausgebaute Zufahrt von der B 8 zum Berghausener Blumentopf aufbringen müssen. Es gilt dringend notwendige Entlastungen für die Anwohner von Treib- und Blumenstraße zu schaffen.

Klinkers zeigte sich überzeugt, dass es weiter Bedarf für familienfreundliche Häuser in klimaschonender Bauweise gibt.

"Es geht für uns zunächst um den Erwerb öffentlicher Flächen für die Neugestaltung des Verkehrs", sagt Anhalt. Er deutet damit zugleich Schwierigkeiten an, die sich schon im Zusammenhang mit dem gescheiterten Vorhaben Feuerwache gezeigt hatten. Die Grundstücke vor allem zur B 8 hin befinden sich im Besitz einer großen Erbengemeinschaft, die bisher nicht auf einen Nenner gekommen ist. "Ein gesetzliches Umlegungsverfahren wäre erst der zweite Schritt, wenn es zu keiner Einigung käme", erklärt Anhalt. Beflügeln könnte die Erschließung, dass bekannte Langenfelder Bauherren wie Paeschke bereits Kontakt zu den Grundstückeigentümern aufgenommen haben sollen. Der Vorstellung der ersten Entwürfe wird sich eine Bürgeranhörung anschließen.