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Langenfeld Nach Hundeködern nun Rattengift?

Langenfeld : Wurde in Langenfeld Rattengift ausgelegt?

Die Stadt warnt nach Funden einer Substanz Eltern und Hundehalter zur Vorsicht.

. Erst vor gut einer Woche haben Anwohner beim Ordnungsamt gefährliche Metallköder auf dem Hundeauslaufplatz im Fuhrkamp sowie auf dem Kappeler Weg gemeldet. Jetzt haben Anwohner der Siedlung Färber-/ Seidenweberstraße kristalline Substanzen entdeckt. Möglicherweise handelt es sich dabei um Rattengift. Das Ordnungsamt lässt die gefundenen Substanzen derzeit untersuchen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Wenn es sich tatsächlich um Rattengift handelt, gefährde dies auch andere Tiere und unter Umständen auch Kleinkinder.

Unklar, ob das Granulat gegen Ratten und Hunde gestreut wurde

Auch wenn Grundstückseigentümer verpflichtet sind, Ratten selbst zu bekämpfen, dürfen sie nicht so einfach Granulat streuen. „Im Rahmen der Eigenbekämpfung von Ratten sind die für die Verwendung des jeweiligen Mittels festgelegten Risikominderungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Wirkstoffe aller Art dürfen nur in verdeckter Auslage in Sicherheitsköderstationen verwendet werden“, erläutert der Leiter des Referates Recht und Ordnung, Christian Benzrath, dazu. Ob aktuell gezielt versucht wurde, Ratten zu bekämpfen oder ob sich das Ausstreuen gegen Hunde richtet, ist nach seinen Angaben noch unklar.

Hundehalter werden gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen. „Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Hund beim Auslaufen nicht unkontrolliert Nahrung aufnimmt“, rät Benzrath. Wenn Hunde Verhaltensauffälligkeiten oder Vergiftungserscheinungen zeigen, müsse unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bürger sollten gefundenes
Gift den Behörden melden

Wer auffällige Beobachtungen macht, Gift oder Köder findet, wird gebeten dieses mitzunehmen und sich bei der Langenfelder Polizei, Telefon 02104/9826310, oder beim Ordnungsamt, Telefon 02173/7942320, und dem Kreisveterinäramt Mettmann, Telefon 02104/990 zu melden. Eltern von Kindern, die unklare Substanzen aufgenommen haben, wenden sich an die Info-Zentrale gegen Vergiftungen Nordrhein-Westfalen/Giftzentrale Bonn – Zentrum für Kinderheilkunde Universitätsklinikum Bonn, Telefon 0228/19240. Auch bei der Charité Berlin, Telefon 030/19240, bekommen Eltern diesbezüglich Auskunft.