Langenfeld/Monheim: Kranke Bäume sind weg - Langforts Wäldchen ist wieder offen

Kranke Bäume gefällt : Sicherheit im Wald wiederhergestellt

Nach der Abholzung von 51 kranken Bergahorn-Bäumen, die mit der Rußrindenkrankheit befallen waren, ist die Sperrung des Langforter Wäldchens für Besucher wieder aufgehoben.

Die 51 kranken Bergahorn-Bäume im Langforter Wäldchen (Weißenstein, gegenüber von Gut Langfort) sind abgeholzt und abtransportiert. Wie von der Stadt angekündigt, haben die Arbeiten Anfang Juli begonnen. Jetzt, nachdem es geregnet hat und hoffentlich die letzten Sporen beseitigt sind, ist der Wald wieder zugänglich.

Wie berichtet, waren die Ahornbäume in dem kleinen Wäldchen von der Rußrindenkrankheit befallen. Der Pilzbefall, der aussieht, als seien die Baumrinden verkohlt, ist auch für Menschen gefährlich. Deshalb hatte Karl Zimmermann vom Landesbetrieb Wald und Holz das Wäldchen sperren lassen.

Wäldchen wurde regelmäßig
auf Pilzbefall kontrolliert

Die Stadtverwaltung hatte zudem noch ein Gutachten in Auftrag gegeben, wonach 51 statt anfänglich geschätzter 30 bis 40 Bäume entsorgt werden mussten. „Jetzt ist erst einmal alles beseitigt“, sagt Förster Zimmermann. Das Wäldchen würde nun regelmäßig kontrolliert, um nachzuschauen, ob der Pilz weitere Bäume befällt. „Wir haben ja wenig Erfahrung damit“, kommentiert er die in Langenfeld erstmals aufgetretene Baumkrankheit. Auch Bastain Steinbacher, Leiter des städtischen Betriebshofs, hat keine weiteren Bäume im Straßengrün entdeckt. Doch er beobachtet, dass Bäume durch den Klimawandel anfälliger werden. „Trockenstress“ etwa vermutet er als Ursache für den Befall der Bergahornbäume mit der Rußrindenkrankenheit.

Auch die Platanen in der Stadt seien in diesem Jahr erneut an Massaria erkrankt, ebenfalls eine Pilzerkrankung, die für den Menschen nicht gefährlich ist, aber die Bäume schwächt. „Wenn die Äste morsch werden, müssen wir auch schon einmal einen Baum entsorgen“, sagt Steinbacher.

In Sachen Eichenprozessionsspinner gibt es in Langenfeld Entwarnung. „Die Zahl der gemeldeten Stellen nimmt ab“, sagt Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath, der diese entgegennimmt. Bis jetzt hätten 67 Langenfelder die Gespinstmotte gemeldet. „Aber die Zahl ist deutlich rückläufig“, ergänzt er.

Vom Eichenprozessionsspinner geht keine Gefahr mehr aus

Auch Karl Zimmermann gibt Entwarnung. „Die Puppen werden bald schlüpfen“, sagt er. Die Schmetterlinge, die wegen ihrer braunen Färbung eher an Motten erinnern, werden bald fliegen.“ Von diesen geht keine Gefahr mehr für Menschen aus. Doch das Problem bleibt bestehen. „Der Eichenprozessionsspinner kehrt gern in die Regionen zurück, wo er schon einmal war“, sagt Bastian Steinbacher. Das hat er über die Jahre beobachtet. Wenn auch nicht dieselben Bäume befallen würden, so doch der Standort. Vorbeugend könne man durchaus aktiv werden und etwa Bakterien einsetzen, sagt er. Doch das sei bis jetzt in Langenfeld noch nicht der Fall.

„Im September werden wir gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über das Problem diskutieren“, kündigt Langenfelds Ordnungsamts-Chef Benzrath an. Dann soll ausgelotet werden, welche Maßnahmen zur Prävention ergriffen werden können. Denn bereits 2018 seien Langenfelds Stiel- und Traubeneichen von dieser Raupenart stark befallen gewesen. Deren feine Härchen können die Atemwege von Menschen angreifen. An mehreren Standorten hat die Stadt unterschiedlich große Nester mit Spezialsaugern entfernt, „überall dort, wo viele Menschen die Bäume passieren“, sagt Steinbacher. Und so hat es auch Förster Zimmermann in den Wäldern gehalten.

In Monheim befinden sich 800 Eichen in städtischem Eigentum. 100 davon sind vom Eichenprozessionsspinner befallen, teilweise mehrfach. Bäume in Waldgebieten sind – wie auch in Langenfeld – nicht im städtischen Baumkataster erfasst. Da sich die Raupen gerade verpuppen, nimmt der Befall auch in Monheim langsam ab, teilt Stadtsprecherin Birte Hauke mit. Von allen befallenen städtischen Bäumen wurden die Gespinste abgesaugt – unter anderem am Waldfriedhof, am Parkplatz Am Kielsgraben, an der Peter-Ustinov-Gesamtschule, am Otto-Hahn-Gymnasium und an den Straßen Am Werth, Im Sträßchen, Bleer Straße, Alfred-Nobel Straße, Am Knipprather Busch, Opladener Straße und Fontanestraße. Die Rußrindenkrankheit haben die Stadtgärtner nur an einem Ahornbaum im Marienburgpark beobachtet.