St. Martinus Langenfeld Kreistag beschließt Zuschuss für Klinikfusion

Langenfeld · Weil die Städte sich finanziell nicht an der Fusion der Kliniken beteiligen dürfen, übernimmt der Kreis.

Der Kreis übernimmt die Kosten für die Fusion der Kliniken St. Martinus (im Bild) und das St. Josef Krankenhaus.

Der Kreis übernimmt die Kosten für die Fusion der Kliniken St. Martinus (im Bild) und das St. Josef Krankenhaus.

Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

(og) Der Kreistag hat über die Anschubfinanzierung für die Klinikfusion von St. Josefs (Hilden) und St. Martinus (Langenfeld) entschieden. Jetzt übernimmt der  Kreis Mettmann zusätzlich die Anteile der betroffenen Städte, die jeweils zwei Millionen Euro  zu den Restrukturierungskosten beitragen wollten, aber nicht durften. Denn laut Krankenhaus-Gestaltungs-Gesetz (KHGG) NRW ist die Krankenhausfinanzierung nicht Sache der Kommunen.

Nach intensiven Abstimmungsgesprächen, so teilt Kreissprecherin Daniela Hitzemann mit, „hat der Kreistag jetzt auf Vorschlag der Verwaltung einstimmig beschlossen, der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) für die  aufzuwendenden Restrukturierungskosten einen kommunalen Zuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro zeitnah zu gewähren“.

Eine weitere Zuschusserteilung für das Jahr 2025 wird bis zu derselben Höhe in Aussicht gestellt, wenn sie denn notwendig und begründet ist, heißt es sinngemäß in der Beschlussvorlage. Die Einzelheiten sollen in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag festgelegt werden.

Mit dem begrenzten und einmaligen Engagement des Kreises soll ein wesentlicher Beitrag zur Sicherstellung insbesondere der Notfallversorgung und des Rettungsdienstes, aber auch der generellen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im südlichen Kreisgebiet geleistet werden, heißt es in der Mitteilung.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) und die  Krankenkassen waren  auf die GFO zugegangen und hatten um eine Prüfung eienr neuen Struktur der Gesundheitsversorgung im südlichen Kreis Mettmann gebeten. Als Ergebnis  wird das St. Josefs Krankenhaus in Hilden von der GFO übernommen; der entsprechende Notarvertrag wurde am 7. Dezember unterzeichnet. Zukünftig sollen das Hildener Krankenhaus und die benachbarte GFO Klinik Langenfeld St. Martinus als ein gemeinsames Krankenhaus mit zwei Standorten unter dem Dach der GFO betrieben werden. Hintergrund der Fusion ist die Insolvenz der K-Plus Gruppe. Diese hätte zur Schließung des Hildener St. Josefs Hospitals führen können. Die GFO, Trägerin des Langenfelder St. Martinus Krankenhauses, hat sich bereit erklärt,  St. Josefs  zu übernehmen. Um die GFO bei diesem Projekt zu unterstützen, hatten beide  Städte zugesagt, je zwei Millionen Euro   beizutragen. Denn auch Langenfeld hat ein Interesse an der Fusion, da mittelfristig möglicherweise auch der Standort Langenfeld auf den Prüfstand gemusst hätte, weil die Klinik  allein zu klein gewesen wäre. Da auch der Kreis Mettmann an einer guten medizinischen Versorgung der südlichen Kommunen interessiert ist, war Landrat Thomas Hendele von Anfang an mit im Boot.