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Langenfeld: Konrad-Adenauer-Platz neben dem Rathaus wird schöner

Langenfeld : Konrad-Adenauer-Platz wird umgestaltet

In Langenfeld wird der Platz nach Karneval für rund 2,2 Millionen Euro verschönert.

Schöne Aussichten für 2020: Der durch Stufen, Mäuerchen und ein Sammelsurium von Pflasterbelägen aller Art geprägte Konrad-Adenauer-Platz wird deutlich aufgehübscht. Mehr Außengastronomie, Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und Bäume auf einer barrierefreien Fläche sollen die Aufenthaltsqualität neben dem Rathaus erhöhen. „Nach der Umgestaltung wird dieses Areal einen ganz anderen Charakter aufweisen“, sagt Bürgermeister Frank Schneider. Gleich nach Karneval sollen die Bauarbeiten beginnen, kündigt der städtische Chefplaner Ulrich Beul an.

Dabei wird nach Angaben von Planungsamtsleiter Stephan Anhalt der Edelstahlbrunnen mit den vier Posthörnern abgebaut. „Er soll später auf dem Berliner Platz einen neuen Standort bekommen und wird erst einmal eingelagert.“ Der 1985 vom damaligen Stadtbaurat Heinz-Gerd Karhausen errichtete Edelstahl-Brunnen war wegen ständiger mutwilliger Verstopfungen vor Jahrzehnten abgestellt worden. Am Berliner Platz wird laut Anhalt zurzeit geprüft, wie die für den Anschluss notwendigen Wasserleitungen verlaufen. Das 1964 von Bildhauer Herbert Holewa errichtete Kunstwerk „Denkmal für Berlin“ mit den Konturen eines Bären werde am Berliner Platz dann womöglich ein Stück versetzt.

Die Wohnumfeldverbesserung
ist nicht beitragspflichtig

Doch zurück zum Konrad-Adenauer-Platz: Rund 2,2 Millionen Euro hatte Landschaftsarchitekt Matthias Förder für die Umsetzung des mit seinem Team gefertigten Entwurfs veranschlagt. Anwohner und ansässige Geschäftsleute müssen laut Steueramtsleiter Andreas Scholz nichts dazu zahlen, weil diese Wohnumfeldverbesserung nicht beitragspflichtig sei. Nach dem einstimmigen Beschluss der Stadtpolitiker im Herbst wurden die Arbeiten ausgeschrieben. Ende dieses Jahres soll der Umbau abgeschlossen sein.

In Förders Entwurf gingen etliche Wünsche und Anregungen ein, die Bürger und ansässige Geschäftsleuten bei zwei Treffen Ende 2017 geäußert hatten: Weg mit den Barrieren, stattdessen ein einladender Platz mit mehr Grün, Sitzmöglichkeiten, Wasser, Spielgeräten und wirkungsvoller Beleuchtung. Hierauf pochten auch die Ratspolitiker mit diversen Beschlüssen. Unter anderem soll ein interaktives Spielgerät integriert werden; das zweite dieser Art in Langenfeld nach der kürzlich im Freizeitpark installierten computergesteuerten Torwand. Politiker aller Parteien waren sehr angetan von solch neuartigen Spielgeräten, die Kinder nicht nur bespaßen, sondern auch Reaktion und Denkvermögen fördern. Wie die Skizze zeigt, sind auf dem 7000 Quadratmeter umfassenden Areal viele Bäume, Hecken sowie Beete mit Stauden und Gräsern vorgesehen. Grün statt Beton – so lautet die Devise für den Umbau zwischen Kurt-Schumacher-Straße und dem Zugang zum Rathaus sowie für das neue Entree zur Theodor-Heuss-Straße. Das zerstückelte Areal soll nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten ein „Platz mit klaren Strukturen“ werden. Zu den vorhandenen Platanen sollen zusätzliche und als Unterwuchs kleine Hecken gepflanzt werden. Der Platz wird laut Förder barrierefrei. Bestehende Höhenunterschiede fallen weg. Der grau-schwarz-nuancierte Plattenbelag orientiere sich an der Solinger Straße. Unter den Bäumen entstehe eine „wassergebundene Wegedecke“. Ein Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte bestehe aus Rippen- und Noppenplatten. Radfahren wird auch nach dem Umbau erlaubt sein.

Die Pflanzinseln auf der Platzmitte sind mit Sitzmauern ausgekleidet und mit Holzflächen versehen. Teilweise sollen sie Rückenlehnen haben. Für die bislang etwas abgehängte Kurt-Schumacher-Straße sehen die Landschaftsarchitekten zudem schlanke Designerkübel aus Stahl vor.

Für die Kinder sind einige Spielmöglichkeiten vorgesehen

Kinder können mit Wasser spielen, das aus Düsen in einem großen Tisch plätschert und seitlich herunter fließen wird. Zusätzlich sind laut Matthias Förder für Kinder ein interaktiver Spielbogen und eine Sandfläche vorgesehen. Leuchten setzen sowohl in der Mitte als auch an den Ausgängen Akzente. Überall auf dem Platz soll es außerdem drahtlosen Internet-Empfang (WLAN) geben. Auch ein Trinkwasserspender und ein öffentlicher Bücherschrank kommen auf den Konrad-
Adenauer-Platz.