Langenfeld: Interaktive Torwand ist neue Attraktion im Freizeitpark Langfort

Sportentwicklungsplanung : Hobbykicker können bald auf interaktive Torwand schießen

Der 45 000 Euro teuren Anlage im Freizeitpark fehlt noch der Stromanschluss.

Spaziergänger haben die neue Attraktion im Freizeitpark Langfort schon erblickt. Und Jugendliche können es kaum erwarten, mit dem Fußball auf die digital gesteuerte Torwand zu schießen. 45 000 Euro hat diese innovative Kickerwand laut Bastian Köchling vom städtischen Sportamt gekostet. „Wir sind mit der Installation noch nicht ganz fertig“, sagt Patrick Sahm vom städtischen Betriebshof. Die Wand steht, der Kunstrasen davor ist verlegt, doch der Stromanschluss sei noch in Arbeit. Der Termin für die feierliche Freigabe stehe noch nicht fest, aber in Kürze bevor.

Die digital gesteuerte Torwand lässt Fußballerherzen höher schlagen. Unterteilt in 16 Rechtecke, lässt sie eines oder mehrere davon aufleuchten und fordert so den Kicker zu einem gezielten Schuss auf. Den Treffer registriert sie ebenso wie Schüsse ins falsche Feld. Sogar die Schussgeschwindigkeit kann sie nach Auskunft des Herstellers per Radar messen. Beim Internationalen Kinder- und Familienfest vor zwei Jahren hatte die Stadt solch ein interaktives Spielgerät von den Besuchern testen lassen und danach den Ankauf beschlossen.

Nach Köchlings Angaben reiht sich diese Attraktion in weitere Investitionen dieses Jahres für den Sport in Langenfeld ein. Vor den Stadtpolitikern im Sportausschuss nannte er folgende Verbesserungen und Vorhaben:

Sporthallen

Die vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft genutzte Turnhalle Am Hang wurde in diesem Jahr für 120 000 Euro saniert und neu ausgestattet. Die unter anderem von den SGL-Handballern genutzte Sporthalle I des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) hat für 100 000 Euro eine neue, 58 Prozent Energie sparende Beleuchtung bekommen. Heike Lützenkirchen (SPD) beklagte in der Sitzung, dass in dieser KAG-Halle Lautsprecherdurchsagen kaum zu verstehen seien. Diesen Mangel räumte Sportamtsleiter Carsten Lüdorf zwar ein, doch sei aktuell keine teure Investition in die Tontechnik geplant. In den Schulturnhallen an der Fröbelstraße und der Treibstraße wurden an den Fenstern Folien gegen blendendes Sonnenlicht angebracht. Und der Judoclub bekam einen Zuschuss von 10 000 Euro für die Erneuerung des Hallenbodens an der Geschwister-Scholl-Straße.

Sportplätze

Das im August an der Langforter Straße für 395 000 Euro errichtete Kleinspielfeld mit Kunstrasen nutzen VfB-Fußballer, Longhorns-Footballer und die benachbarte Kindertagesstätte. Daneben wurde im Stadion an der Jahnstraße für 50 000 Euro die Beleuchtung erneuert. Ebenfalls seit August fertig ist das Kleinspielfeld mit dem für 97 000 Euro neu verlegten Kunstrasen im Sportpark Reusrath; genutzt von der Gemania-Fußballjugend und Peter-Härtling-Grundschülern. 2020 wird auf dem von den GSV-Fußballern genutzten Großspielfeld in Wiescheid der Kunstrasen erneuert. Joachim Herzig (SPD) und Wolfgang Mark (CDU) wiesen in der Sitzung darauf hin, dass auch in die Anlage von Tuspo Richrath Geld gesteckt werden muss. „Die Umkleiden dort sind in einem unzumutbaren Zustand“, so Herzig. Auch der Kunstrasenplatz mit dem in der Sommerhitze verklebten Granulat müsse saniert werden. In den anstehenden Haushaltsberatungen wird über die hierfür anstehenden Ausgaben entschieden.

Defibrillatoren

Nach Köchlings Angaben werden noch in diesem Jahr für sämtliche Langenfelder Sportanlagen insgesamt 21 Defibrillatoren für die Erste Hilfe bei Herzrhythmusstörungen angeschafft. Diese jeweils etwa 2500 Euro teuren Geräte erhöhen im Notfall durch leichte Stromstöße die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung. Laut Fachbereichsleiter Ulrich Moenen wurde diese außerplanmäßige Investition mit der Feuerwehr abgestimmt.

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