Langenfeld: Hundefreunde tun was für Umwelt und Image

Säuberungsaktion : Hundefreunde sagen Müll den Kampf an

Im Wald in Immigrath hat die Gruppe Abfall gesammelt – und etwas für ihr Image getan.

Müll wegräumen und das Image aufbessern sollte die Aktion der Hundefreunde aus Langenfeld. Die Gruppe verabredet sich einmal in der Woche zum Gruppenspaziergang. Jetzt trafen sie sich auch, um das Waldstück neben der Hundewiese Am Brückentor aufzuräumen – und mit dem negativen Image von Hundebesitzern.

Vera Sommerweiß (60) ist stolz auf ihre Chihuahuahündin Ebby und ein Mitglied der Gruppe. Sie kennt die immer wieder geäußerten Vorwürfe: „Ich kann die Leute verstehen, die sich aufregen. Man sieht es ja auch selber, dass einiges liegen bleibt. Aber man kann leider nicht mehr tun, als selber darauf zu achten.“

Der Organisator der wöchentlichen Gruppenspaziergänge, Siegfried Becker (67), hatte die Idee zum gemeinsamen Müllsammeln: In Richrath und Reusrath gab es von BGL und Bürgerverein Langfort unlängst solche Säuberungsaktionen. „Da habe ich gedacht: Was die können, das können wir Hundefreunde auch.“ Die Gruppe findet sich meist mit bis zu 20 Zweibeinern und 25 Vierbeinern zusammen.

Leider habe sich zum Aufräumen bei dem schlechtem Wetter nur ein kleiner Teil der Gruppe motivieren lassen. Aber auch Nicht-Hundebesitzer Matthias Dietz (39) ist dabei.

In dem kleinen Waldstück
findet sich eine Menge Müll

Er hat von Siegfried Becker über Facebook von der Aktion gelesen und wollte mitmachen: „Ich war vor drei Wochen schon bei der Sammelaktion in Reusrath.“ Obwohl die Gruppe nur ein kleines Waldstück aufräumt, findet sich so einiges: eine alte Tischlampe, ein Handy, sogar eine Verkehrsbake.

Margarethe Sarnecki (61) trifft beim Spaziergang mit Mischlingshündin Maggi auf die fleißige Gruppe. Sie schnappt sich spontan Müllsack und Handschuhe. „Ordnung schaffen und aufräumen finde ich gut.“ Neben den fleißigen Helfern sind auch ihre Hunde mit dabei. Chihuahua Ebby ist mit Vera Sommerweiß auch immer bei den Treffen der Hundefreunde und läuft als einer der kleinsten Hunde der Gruppe meist vorneweg. Beckers ehemaliger Straßenhund aus Rumänien ist krank und kann daher nicht dabei sein.

„Nächstes Jahr soll die Aktion auf jeden Fall wiederholt werden“, kündigt der 67-Jährige an. „Dann aber früher, da jetzt schon alles bewachsen ist und man den Müll nicht so gut findet.“ Nach einer Stunde haben die Freiwilligen eine Menge Müll gesammelt. Die ersten vollen Säcke werden weggebracht. Etwas Gutes für die Umwelt und gegen das Negativimage tun: Anwohnern Am Brückentor hat die Aktion der Hundefreunde auf jeden Fall imponiert. Vielleicht lassen sich im nächsten Jahr noch mehr Leute mit oder ohne Hund motivieren.

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