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Langenfeld Hildener Straße ist wieder freigegeben

NRW : Hildener Straße ist wieder befahrbar

Das Hochwasser- und Starkregenkonzept der Stadt soll noch einmal auf den Prüfstand kommen.

(og) Die gute Nachricht zuerst: Die beidseitig gesperrte Hildener Straße ist wieder für den Verkehr freigegeben. Das teilt die Stadt Langenfeld mit. Nach dem Starkregenereignis hat sich die Lage in der Nacht zu Freitag beruhigt und auf wenige Einsatzorte reduziert.

Rietherbach

 Die Hildener Straße kann wieder befahren werden.
Die Hildener Straße kann wieder befahren werden. Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

Der am Mittwochabend abgeschaltete Trafo könne aktuell noch nicht in Betrieb genommen werden. Mitarbeiter der Firma Westnetz arbeiten an der Behebung. Drei Container wurden bereits aufgestellt, die regelmäßig durch den Betriebshof geleert werden. Die befürchtete Einsturzgefahr eines Hauses am Rietherbach habe sich nicht bestätigt, berichtet die Erste Beigeordnete Marion Prell.

Kaisersbusch

Am Kaisersbusch hat die Stadt ebenfalls an drei weiteren Standorten Container zur Verfügung gestellt, damit die Anwohner den durch das Hochwasser entstanden Müll ortsnah beseitigen kann.

Helfer

Neben den städtischen Kräften der Feuerwehr, den vielen freiwilligen Feuerwehrleuten, dem Kanalbetrieb des Referates Umwelt, Verkehr, Tiefbau dem Betriebshof, dem Ordnungsamt sowie den unterstützenden Organisationen der Feuerwehren aus Monheim, Velbert, Emmerich und Steinfurt, dem THW, den Maltesern, den Johannitern und dem DRK haben auch viele Langenfelder in der Notsituation geholfen. „Ob selbst betroffen oder durch beispielhafte Nachbarschaftshilfe haben die Menschen in unserer Stadt einmal mehr beweisen, dass sie in schwierigen Situationen zusammenstehen und anpacken, wo es notwendig ist“, dankt Prell den Helfern. Marion Prell hat als Erste Beigeordnete nicht nur die Einsatzleitung übernommen, sondern zugleich Bürgermeister Frank Schneider vertreten. „Das war eine der schlimmsten Lagen, die wir je hatten“, sagt sie. Dennoch seien die Ereignisse im Vergleich zu vielen anderen Kommunen „beherrschbar“ gewesen. „Wir haben viele neuralgische Punkte länger gehalten, als es etwa 2018 der Fall war – zum Beispiel am Kaisersbusch. Auch die Unterführung Hardt ist deutlich später vollgelaufen als noch 2018“, hebt Sabine Janclas vom Umweltreferat hervor.

Aufarbeitung

Dennoch wird man nicht drumherum kommen, das Konzept zu überprüfen. „Ich habe bereits allen Fraktionsvorsitzenden einen Bericht zur Kenntnis geschickt“, so Prell. An die Flutmulde am Kaisersbusch müsse man noch mal ran. Dr. Günter Herweg, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hat für die nächste Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Klimaausschusses einen eigenen Tagesordnungspunkt zur Aufarbeitung der Überschwemmungs-Ereignisse beantragt. Er weist darauf hin, dass zwischen dem Starkregenereignis im Juni 2018 und dem aktuellen gerade mal drei Jahre liegen. Danach hatte die Stadt ein Hochwasser- und Starkregenkonzept in Auftrag gegeben, das mit Maßnahmen vorliegt.