Langenfeld: Freizeitpark - Das große Spielfest für die Kleinen

Langenfeld: Freizeitpark - Das große Spielfest für die Kleinen

Beim Kinder- und Familienfest konnten die Jüngsten diesmal auch unter die Forscher gehen.

Langenfeld. Nicht nur Spiel und Spaß, auch Lernen und Forschen waren am Wochenende bei der 27. Auflage des Internationalen Kinder- und Familienfestes im Freizeitpark Langfort angesagt. Neben der Hüpfburg der Langenfelder Malteser für die Jüngeren und dem mit Gurten gesicherten Bungee-Trampolin sowie einem elektrischen "Bullen" für Jugendliche standen auch Aktionen auf dem Programm, die schlau machen sollten.

Insgesamt 57 Gruppen, städtische Institutionen und Vereine präsentierten ihre Angebote bei sonnigem Frühlingswetter tausenden von kleinen und großen Besuchern.

Ein Verein wurde jetzt für sein Engagement von der Stadt mit dem Prädikat "Kinderfreundlich" ausgezeichnet. In Begleitung des Traditionspaares Susanne und Jürgen Rewald überreichte Bürgermeister Magnus Staehler auf der Showbühne eine Urkunde.

"Mir ist die Urkunde zwar jetzt in die Hand gedrückt worden", sagte Werner Hoffmanns, Vorsitzender des Fördervereins evangelisches Gemeindehaus Reusrath, "aber es sind die Gruppen, die unser Haus nutzen, die für die Kinderfreundlichkeit sorgen."

Das Gemeindehaus an der Trompeter Straße ist Treffpunkt für Kultur, Begegnung der Generationen und Ort des Austauschs für Menschen mit Behinderung. Melanie Herff nahm die Auszeichnung für das Bistro "Sports Life" im SGL-Bewegungszentrum entgegen, weil auch dort nach Überzeugung der Prädikats-Jury die Jüngsten während eines Besuchs mit den Eltern bestens betreut werden.

Wenngleich keine finanziellen Zuwendungen mit der Auszeichnung verbunden sind, zeigt das Hervorheben von Vorbildern doch, dass Kinderfreundlichkeit noch nicht selbstverständlich ist.

Am Stand der kleinen Forscher ging´s um Naturwissenschaften. "Ich habe das Wasser umgedreht", sagte der fünfjährige Mirza begeistert, als er eines der Experimente am Stand der Solinger Stiftung "Haus der kleinen Forscher" gemacht hat. Unter Wasser soll dazu die Luft in einem Glas wechseln zu einem mit Wasser gefüllten Glas.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin werden Kindergärten und Vorschulkindergärten von der Initiative mit Info-Material ausgestattet, um schon bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren das Interesse für Naturwissenschaften zu wecken. "Ab August wird auch Langenfeld dem Netzwerk angehören", sagte Jens Hein-Winkler (36), Betriebswirt und an der Koordination des Netzwerkes beteiligt (siehe Kasten).

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Langenfelder Wissenshunger", mit der die Stadt das gleiche Ziel wie das "Haus der kleinen Forscher" verfolgt, ist das Netzwerk ein weiteres Projekt, das die Bildung von Kindern und Jugendlichen fördern soll.

Auch Pflege- und Adoptiveltern stellten im Freizeitpark ihre Anliegen vor. "Wir brauchen Austausch und gegenseitige Unterstützung", sagte Gebhard Deda (49), Vorsitzender des 1992 gegründeten Vereins "Rückenwind", der die Interessen von Familien vertritt, die sich entschließen, fremde Kinder auch in Notfallsituationen aufzunehmen. "Täglich werden 16 Kinder in NRW in Obhut genommen, für die Familien gesucht werden", fügte Deda hinzu.

Für den internationalen Touch des Festes standen unter anderem türkische und spanische Folklore- sowie Bauchtanz-Darbietungen der Felix-Metzmacher-Schule. Den Höhepunkt des abwechslungsreichen Bühnenprogramms mit viel Tanz und Live-Musik bildete aber das Gastspiel des Wittener Kinder- und Jugendtheaters am Sonntag mit der fesselnden Geschichte der kleinen Hexe Lisbet.

Mehr von Westdeutsche Zeitung