Langenfeld fiebert bei Royal Wedding mit

Langenfeld fiebert bei Royal Wedding mit

Im Café Kaffeezeit wurde die Hochzeit von Meghan und Harry very british geguckt.

Langenfeld. Schon beim Betreten des Cafés Kaffeezeit ist die Stimme des Fernsehkommentators zu hören. Wer die Treppe hinaufgeht, befindet sich augenblicklich an einen anderen Ort versetzt. Girlanden mit britischen Fahnen, auf den Tischen Servietten in den englischen Farben, im Kuchenbüffet eine Torte, deren Zuckerüberguss ebenfalls die britische Flagge zeigt. Und auch die Gäste sehen hier ein wenig anders aus. Die Damen tragen Kostümen und außergewöhnliche Kopfbedeckungen. Alles sehr stilvoll, alles very britisch.

Erika Terstesse vom Café Kaffeezeit

Am Samstag hatte das Café Kaffeezeit zum Public Viewing eingeladen. Und auch wenn England als das Mutterland des Fußballs gilt, es ging nicht um Sport. Vielmehr konnten die Gäste bei original britischen Köstlichkeiten die königliche Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle miterleben. Dafür war ein Flachbildfernseher installiert worden, der die Reportage übertrug. „Wir haben so ein Public Viewing schon bei der Hochzeit von Prinz William gemacht, mit Hochzeitstorte und allem drum und dran“, erzählt Erika Terstesse vom Café Kaffeezeit. „Wir dachten, aus Harrys Hochzeit machen wir auch ein Event.“

Natürlich stehen auf der Speisekarte englische Spezialitäten, wie Scones, Porridge oder gleich ein komplettes „Englisches Frühstück“ mit Bacon, Würstchen, baked beans und Rührei. Getrunken wird dazu English Breakfast Tea oder Earl Grey. „Das hat Stil“, meint Erika Terstesse. Und Stil haben auch die Besucher — es sind vor allem Damen. Jeder Gast, der mit britischen Accessoires gekommen ist, wird mit einem Glas Sekt belohnt. Wie etwa Roswitha Siebert und Gudrun Brock, die gebannt die Geschehnisse verfolgen. Mit ihren eleganten Kostümen würden sie sich selber gut in die Riege der königlichen Hochzeitsgäste einfügen. Die beiden haben sich kürzlich auf einer geführten Wanderreise durch Cornwall angefreundet. „Wir haben dort schon den Rummel um die Hochzeit mitbekommen“, erzählt Roswitha, „überall gab es die Tassen mit den Konterfeis zu kaufen.“ Dies würde doch eine schöne Gelegenheit für ein Wiedersehen bieten, so der Gedanken.

Roswitha hat auch ihren „Fascinator“ — ein Hauch von Nichts eines Hutes — aufgezogen, den sie in Cornwall gekauft hat. Gebannt verfolgen sie die Kommentare des Reporters. „Das ist so richtig was für uns Mädels“, sagt sie. Gudrun Brock kennt sich sogar beruflich mit den britischen Besonderheiten aus. „Ich habe vor vielen Jahren Englisch studiert“, erzählt sie. Inzwischen leitet sie einen Englischkursus für Senioren, in den sie die royale Hochzeit natürlich auch einfließen lässt. Auf dem Bildschirm scharen sich Menschenmassen um das königliche Schloss. „Vor Windsor Castle war ich auch schon gestanden“, verrät Gudrun. „Natürlich muss man die klassischen Sehenswürdigkeiten alle gesehen haben.“ Es sei wichtig, das Land und die Leute zu verstehen.

Auf die Frage, ob sie die Geschichten rund um die Königsfamilie verfolge, lacht Gudrun: „Man geht ja regelmäßig zum Arzt oder zum Friseur.“ Vor allem Spaß machen soll das Event.

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