Langenfeld: "Cäcilia" St. Josef - „Auswärtsspiele“ erwünscht

Langenfeld: "Cäcilia" St. Josef - „Auswärtsspiele“ erwünscht

Der Chor bildet eine offene Gemeinschaft – nicht nur für Langenfelder.

Langenfeld. Flexibilität und Offenheit kennzeichnet laut Hanni Jakobs den Kirchenchor "Cäcilia" von St. Josef. "Sänger und Sängerinnen aus allen Langenfelder Pfarreien, ja sogar aus Monheim, Düsseldorf, Erkrath und Solingen machen bei uns mit", sagt die erste Vorsitzende der musikalischen Vereinigung.

Deshalb gebe es auch kein Murren, wenn der Chor für die Präsentation der "Krönungsmesse" etwa mal nach Hilden ausrücken müsse: "Auswärtsspiele’ nehmen wir gerne wahr", betont Jakobs.

Oft werde unterschätzt, was so ein Chor leiste. "Wir sind bei Schützenfesten mit von der Partie, bei Hochfesten, Messen und natürlich besonderen Anlässen wie dem offenen Weihnachtssingen. 20 bis 25 Mal im Jahr treten wir auf."

Die Immigratherin erinnert sich noch gut daran, wie 2006 das Mozart-Requiem in St. Josef erklang: "Vorher mussten wir rund 50 Leute nach Hause schicken. Es war kein Platz mehr da." Dass die Kirche voll ist, wenn der Chor singt, macht die 60 Mitglieder stolz.

Der Kunstgenuss werde gleich zweimal intoniert: "Am 18. November in St. Martin unter Leitung von Peter Gierling und am 25. November bei uns unter Leitung unseres Chorleiters Matthias Krella." Das abwechselnde Dirigieren klappe bestens: "Die Musiker verstehen sich prima untereinander", sagt Jakobs.

Einen gewissen Standard setzt sich "Cäcilia" an St. Josef zweifellos. "Wenn mir Euer Gesang die Schuhe auszieht, dann will ich Euch nicht mehr hören", soll einer der Pastoren einst gedroht haben. Heute werden sich die Chormitglieder so etwas kaum anhören müssen: Manchmal kann Chorleiter Krella sogar fünf Männer im Tenor noch zweistimmig singen lassen.

Trotz oder gerade wegen des Anspruchs hat die "Cäcilia" treue Mitglieder: Ostern werden Peter Kosiedowski für 50 Jahre, Renate Kindermann für 40 und Irmgard Hanel für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.