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Langenfeld - Bürger fürchten Wohnbebauung

Langenfeld : Kritik an Fällaktion reißt nicht ab

Georg Loer (CDU) lobt den Grüngürtel um Langfort und verspricht: Er bleibt erhalten. Er will sich für eine eher umweltfreundliche Gestaltung des neuen Gewerbegebietes Fuhrkamp-Süd stark machen.

Nach wie vor fürchten die Langforter um ihr Wäldchen am Weißenstein. Nachdem Mitte vorigen Monats 75 Ahornbäume wegen der Rußrinden-Krankheit gefällt werden mussten, kursiert ein Gerücht. Nämlich: Die Fällaktion sei die Vorbereitung, aus dem beliebten Grünflecken am Bach ein Wohngebiet zu machen. Anlieger beschwerten sich über „das Gemetzel und den brutalen Umgang mit der Natur“ (die WZ ­berichtete).

Georg Loer (CDU), Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses sowie Vorstandmitglied im Bürgerverein Langfort, berichtet erneut von Briefen, in denen Anlieger den Verein darum bitten, sich für den Erhalt des Waldes einzusetzen. Wie schon Stephan Anhalt vom Referat Stadtplanung und Denkmalschutz der Stadt Langenfeld versichert nun auch Georg Loer: „Das Wäldchen wird bleiben. Da werden wir nie einen Bebauungsplan aufstellen. Das Wäldchen ist wichtig für unser Mikroklima. Die grüne Lunge in unserem Veedel wird kein Mensch antasten.“ Außerdem: „Heutzutage, einen Wald abzuholzen, das bringt niemand mehr“, sagt er.

Mehr noch: Er verspricht, dass es im Herbst auf dem Kahlschlaggelände Neuanpflanzungen geben werde. „Nur mitten im Sommer können wir das nicht machen. Da müssen wir leider noch etwas warten. Eine Aufforstung wird es nicht sein. Aber es werden neue Pflanzen gesetzt“, sagt er.

In diesem Zusammenhang erklärt Georg Loer, wie wichtig seiner Partei und ihm als Ausschussvorsitzendem der Erhalt des Grüngürtels um den Ortsteil Langfort sei. „Wir haben hier zwei kleine Wälder, den Freizeitpark und den direkten Übergang über die Berghausener Straße zum Landschaftspark Fuhrkamp.“ Gerade die vorhandene Grünschneise mache den Ortsteil so attraktiv.

Georg Loer möchte sich für
die Umwelt stark machen

Umwelt und Grünfläche seien sein Thema, versichert der Lokalpolitiker, dafür wolle er sich stark machen. Seit Corona habe sich da ohnehin sehr viel geändert. Auch das neue Gewerbegebiet in Fuhrkamp-Süd auf dem ehemaligen Gelände des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW) zwischen Weißenstein, Düsseldorfer- und Berghausener Straße sieht er unter dem Aspekt „Arbeiten im Grünen“. „Büros, Parkplatze und eine schmale grüne Schmuckkante werden da nicht mehr reichen“, so der CDU-Mann. „Wir werden so wenig Flächen wie möglich versiegeln.“ Er rechnet vor allem mit digitalen und umweltfreundlichen Arbeitsplätzen an der Philipp-Reis-Straße. Halb Homeoffice, halb Büro vor Ort. „Die Technik dort ist vorhanden. Für 5G alles vorbereitet. Wir haben Voraussetzungen in höchster Qualität“, betont der CDU-Politiker. Durch die Pandemie sei aber auch hier alles ins Stocken geraten, die Suche nach Investoren noch im Gange.

Den Namen für den Gewerbe-Komplex hat Loer schon im Kopf: „L.Campus“. Dazu eine ausgewogene Work-Life-Balance, die es den Beschäftigten erlaube, längere Pausen einzulegen und diese mit Spaziergängen, Sport und Besuch im Freizeitpark sowie der Gastronomie im Langforter Einkaufszentrum füllen. „Das könnte auch wieder mehr Leben in unser Subzentrum bringen“, sagt er. Auf jeden Fall werde die Umwelt eine sehr große Rolle spielen.