Landgericht: 29-Jähriger nach Vergewaltigung in Langenfeld zu langer Haftstrafe verurteilt

Düsseldorf/Langenfeld : Marrokkaner vergewaltigte zwei junge Frauen

Düsseldorfer Landgericht spricht Asylbewerber schuldig. Täter muss sieben Jahre in Haft.

Sieben Jahre und drei Monate Freiheitsentzug: So lautet das Urteil im Prozess gegen einen Marokkaner, der sich wegen Vergewaltigung und eines weiteren Versuchs der Vergewaltigung in Langenfeld vor dem Düsseldorfer Landgericht zu verantworten hatte. Der Angeklagte war vor vier Jahren als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und lebte zur Tatzeit in einer städtischen Unterkunft. Nachdem man seine DNA am Tatort in Langenfeld gefunden hatte, war der 29-Jährige in Untersuchungshaft gekommen.

Täter hatte bei der ersten Tat
ein Taschenmesser dabei

Durch sein Geständnis hatte der Angeklagte den beiden Frauen die Aussage vor Gericht erspart. Eine zuvor gegen den Marokkaner verhängte Freiheitsstrafe von einem Jahr war in das Urteil einbezogen worden. Sein erstes Opfer soll der 29-Jährige in der Nacht des 9. Juni gegen 2 Uhr an der Kronprinzstraße in Langenfeld angesprochen und sich schnellen Schrittes von hinten genähert haben. Nachdem er der verängstigten Frau das Handy aus der Hand gerissen hatte, drückte er sie an einen Zaun. Dort riss er ihr und sich selbst die Hose herunter, um den Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Das Opfer hatte bei der polizeilichen Zeugenvernehmung ausgesagt, dass der Angeklagte ein Taschenmesser bei sich gehabt haben soll. Das hatte dessen Verteidiger anfangs bestritten. Später räumte der Angeklagte im Prozess ein, das zugeklappte Taschenmesser aus der Tasche geholt zu haben.

Eine Woche nach der ersten Tat folgte eine weitere, bei der die Vergewaltigung nicht vollendet werden konnte, weil sich das Opfer heftig gewehrt hatte. Angesprochen hatte der Angeklagte die junge Frau, die sich auf dem Heimweg von einem Diskobesuch befand, an der Langenfelder Bismarckstrasse. Nachdem er versucht hatte, ihr die Hose herunterzuziehen, war sie auf die Straße gestürzt. Von lauten Hilferufen aufgeschreckt, hatte eine Anwohnerin dem Opfer zugerufen, dass die Polizei bereits alarmiert sei. Nachdem an einer weiteren Wohnung die Rollläden hochgezogen worden waren, hatte der Angeklagte von der Frau abgelassen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung