Kuschelkurs bei der ersten Diskussionsrunde zur Kommunalwahl

Kuschelkurs bei der ersten Diskussionsrunde zur Kommunalwahl

Vor allem bei der Wohnbebauung gingen die Meinungen auseinander.

Monheim. Zwar gab es bei der Podiumsdiskussion der KAB St. Dionysius am Freitagabend im Pfarrsaal, moderiert von WZ-Redakteur Norbert Jakobs, schon die ein oder andere Stichelei. Doch im Kern sind sich alle einig: Es läuft gut in Monheim. Und irgendwie haben sie alle dazu beigetragen.

Sechs Ziele sind es, die sich die Peto für das Wahlprogramm auf die Fahne geschrieben hat. Sechs Ziele, die auch CDU, SPD, die Grünen und die FDP verfolgen. „Wir sind jedoch keinesfalls eine Koalition eingegangen“, betont Werner Goller von der SPD. „Es hat sich eine verlässliche Zusammenarbeit entwickelt.“

Kinder- und Familienfreundlichkeit sollen gestärkt werden. Die wirtschaftlichen Erfolge sind weiter auszubauen, mehr Freizeitqualität zu verwirklichen. Eine ausgewogene Stadtplanung und der Umweltschutz stehen als Oberthemen auf der Agenda — bei allen.

Der Bau des medizinischen Versorgungszentrums, der Ausbau von Mo.Ki und das Festhalten an der Wirtschaftpolitik stehen fest auf dem Plan für die nächsten Jahre.

Auch wenn Manfred Poell, Spitzenkandidat der Grünen, bei Letzterem Bauchschmerzen bekommt. „Wir waren gegen die Herabsenkung des Gewerbesteuerhebesatzes unter 300 Punkte, aber jetzt ist es nicht mehr zu ändern, wenn wir die Unternehmen nicht verärgern wollen.“

Allen am Herzen liegt das Baumberger Einkaufszentrum, das mit Ansiedlung einer Drogerie viel gewinnen könnte. „Dazu muss nur noch die Eigentümergemeinschaft überzeugt werden“, sagt Lisa Pientak, Spitzenkandidatin der Peto.

„Gelingt das nicht, kann man das Gelände des angrenzenden Schulgebäudes, das im Jahr 2017 leerstehen wird, nutzen und dort einen Magnetbetrieb ansiedeln“, sagt CDU-Mann Markus Gronauer.

Verdichteten Wohnungsbau in der Stadt mit Mehrfamilienhäusern fordern die Grünen. Die FDP mit Marion Prondzinsky-Kohlmetz an der Spitze setzt eine moderate Bebauung und Einfamilienhäuser dagegen. Markus Gronauer ist Baumberg-Ost als Neubaugebiet zu klein.

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