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Kinderhaus: Ein starkes Team für die Kleinsten

Kinderhaus: Ein starkes Team für die Kleinsten

Sechs Mitarbeiterinnen bieten nachmittags im Kinderhaus Aktionen an. Die Sechs- bis 14-Jährigen erwarten Bastelstunden, Sportangebote und Kochpartys.

Langenfeld. In den Regalen stapeln sich Bastelkisten und Spiele, von der Wand winkt ein riesiger Clown, ein Klettergerüst ragt in den Raum, und von der Decke hängt ein Tau. Das Kinderhaus macht seinem Namen alle Ehre.

Auf 150 Quadratmetern lädt die städtische Einrichtung in der Kulturfabrik Kinder zwischen sechs und 14 Jahren zum Spielen ein. „Die Tür ist immer offen. Manchmal kommen nur sechs, manchmal aber auch 16 Kinder. Das ist unberechenbar“, erklärt Leiterin Beate Pisarski.

Gemeinsam mit fünf Mitarbeiterinnen bietet die Sozialpädagogin jeden Nachmittag freizeitpädagogische Aktionen an. Dazu gehören Kreativ- und Sportangebote ebenso wie Kochpartys, Schnitzeljagd, Kinderkarneval und Aufführungen für die Eltern. Wer möchte, kann im Kinderhaus sogar kostenlos Geburtstag feiern.

Neben einem frisch renovierten Werkraum mit Brennofen für Töpferarbeiten wartet auf die jungen Besucher ein großer Toberaum mit einer Wand zum Klettern. „Gerade Kinder, die spät aus der Schule kommen, haben ein großes Bedürfnis nach Bewegung, aber auch an Möglichkeiten zur Entspannung“, erklärt Pisarski, die seit fast 25 Jahren in der Einrichtung tätig ist.

„Im Vergleich zu früher sind die Kinder heute im Alltag terminlich extrem gebunden. Manche Kinder sagen, dass sie nur noch an zwei bestimmten Tagen in der Woche kommen können. Das gab es früher nicht.“

Bei gutem Wetter wird das Angebot in den weitläufigen Garten mit verschiedenen Spielgeräten verlegt. Dort findet auch ein Teil der städtischen Stadtranderholung statt, die das Kinderhaus organisiert. Neben Ferienprogrammen in den Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien gilt der Sommerspaß als Höhepunkt des Jahres.

Während der dreiwöchigen Ferienaktion veranstaltet die Einrichtung für 75 Kinder Bastelaktionen, Mannschaftsspiele und Ausflüge in den Freizeitpark oder ins Schwimmbad. „Es geht um Natur, Erlebnis und Abenteuer. Die Ferienaktionen sind immer extrem beliebt und schnell ausgebucht“, sagt Pisarski.

Seit 2004 ist das Kinderhaus mit einem wechselnden Spiel- und Bastelangebot auch mobil unterwegs. Im vergangenen Jahr hatte der mobile Jugend- und Kinderbus „Juki“ in Kooperation mit verschiedenen Grundschulen 67 Einsätze auf Schulhöfen und Festen.

Pisarski freut sich über den Erfolg: „Der Juki wird immer besser frequentiert und lockt auch neue Besucher ins Kinderhaus. In diesem Jahr stehen wir an fünf Grundschulen.“ Die Sozialpädagogin genießt vor allem die direkte Arbeit mit den Kindern.

„Das lädt den Akku wieder auf. Es ist schön, die Kinder zu begleiten und ihre Entwicklung zu verfolgen. Man kann ihnen so viel mitgeben“, freut sich die Leiterin. Worauf sich das Team in der Zukunft am meisten freut? Die Mitarbeiter sind sich schnell einig: „Auf die Kinder natürlich!“