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Katholiken planen großen Wurf im Monheimer Kirchgäßchen

Katholiken planen großen Wurf im Monheimer Kirchgäßchen

Weil der Kindergarten an der Krummstraße baufällig ist, soll bei St. Gereon neu gebaut werden.

Monheim. Kirchgäßchen — manch ein Monheimer weiß gar nicht, wo das ist. Doch das wird sich demnächst ändern. Denn die kleine Sackgasse, die von der Franz-Boehm-Straße abgeht, spielt neuerdings eine zentrale Rolle bei der Stadtplanung — abgesprochen mit der katholischen Gemeinde.

Denn da gibt es den Kindergarten St. Gereon an der Krummstraße. Der soll zwecks U3-Betreuung ausgebaut werden und ist dringend sanierungsbedürftig. Der komplette hölzerne Dachstuhl muss erneuert werden. Das würde teuer.

Andererseits ist es erklärtes Ziel der Gemeinde, sich auf die traditionellen Standorte St. Dionysius und St. Gereon zu konzentrieren. Deshalb soll nun der Kindergarten an besagtem Kirchgäßchen neu gebaut werden. Das Haus gegenüber dem Pfarrbüro und der Kirche, derzeit wohnen dort eine ehemalige Küsterin und eine Kita-Mitarbeiterin, soll abgerissen werden. Dahinter befindet sich ein langgezogenes Grundstück — ebenfalls in Kirchenbesitz.

Wenn die Politik am Donnerstag im Planungsausschuss grünes Licht gibt, dann könnte bereits Ende des Jahres Baubeginn am Kirchgäßchen sein. Nach Fertigstellung wird die alte Kita an der Krummstraße abgerissen.

Hier kommt einmal mehr das Projekt „innerstädtische Verdichtung“ aus dem Rathaus ins Spiel. „Für uns ist das Grundstück an der Krummstraße ausgesprochen interessant. Ich kann mir sehr gut eine mehrgeschossige Bebauung mit bis zu 30 Wohneinheiten vorstellen“, sagt Robert Ullrich, Abteilungsleiter Stadtplanung in Reihen der Verwaltung.

Doch damit nicht genug: Die Kita wird so geplant, dass ein Pfarrzentrum auf dem Gelände bei Bedarf ebenfalls noch Platz hätte. „Mittelfristig halten wir uns die Option offen, für das Boehm-Haus an der Sperberstraße einen Ersatz nahe St. Gereon zu schaffen“, sagt Pastor Burkhard Hoffmann. Freilich ist an der Sperberstraße derzeit auch die Kirche St. Ursula integriert. „Vorerst wird sich daran auch nichts ändern. Aber wir müssen die Option Kirchgäßchen unbedingt haben“, betont Hoffmann.