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Kartfahren beim Automobilclub Monheim: Kleine Schumis drehen auf

Kartfahren beim Automobilclub Monheim: Kleine Schumis drehen auf

Der Automobilclub Monheim bietet in einer neu gegründeten Jugendabteilung Kartfahren an. Trainer Tim Brühland will bereits 2013 an Meisterschaften teilnehmen.

Monheim. Die rot-weißen Pylonen, die die Fahrbahn markieren, stehen eng aneinander. Gekonnt fährt Lukas mit seinem Kart um sie herum, ohne auch nur einen umzuschmeißen. Auch der 16-jährige Sven meistert die abgesteckte Strecke. Jeden Samstag drehen die beiden ihre Runden. „Kartfahren macht einfach wahnsinnig viel Spaß“, so Sven.

Auf einem Gelände an der Niederstraße übt die seit Juni existierende Jugendkartabteilung des Automobilclubs Monheim. Jugendleiter Tim Brühland trainiert die fünf Jungs, die sich bisher angemeldet haben. „Ich bin früher selber Kart gefahren“, sagt er. Seine Erfahrungen gibt er jetzt an die Jungen weiter. Unterstützt wird er dabei von Gabriele Hackel, die für das Drumherum zuständig ist: „Ich versorge die Fahrer mit Getränken, leiste Erste-Hilfe oder tröste auch mal.“

Die Arbeit mit den Jugendlichen macht den beiden sichtlich Spaß. Die Idee, eine Kartabteilung ins Leben zu rufen, hat der Monheimer CDU-Ratsherr aus Wülfrath, wo es bereits eine erfolgreiche Kartjugend gibt. „Auch der AC Monheim hatte vor Jahren eine eigene und erfolgreiche Abteilung, die jedoch schon lange nicht mehr existiert“, sagt er.

Jetzt versucht Brühland, sie wieder aufzubauen. Jeden Samstag wird von 14 bis etwa 18 Uhr trainiert. „Wir müssen immer ein bisschen auf das Wetter achten, denn Slalomkart ist nun mal ein reiner Outdoorsport“, sagt Brühland. Doch bei Regen wird nicht etwa das Training abgesagt, schließlich gibt es ja auch Regenreifen.

Bevor Gas gegeben werden kann, baut Brühland erst mal einen aufwendigen Parcours auf. „Jede Woche variiert die Strecke, damit wir alles einmal üben können.“ Dann muss der Parcours erst noch von den Fahrern abgelaufen werden, bevor es endlich los geht.

5,5 PS haben die Karts, die dem Verein gehören. Sie können eine Geschwindigkeit bis zu 60 km/h erreichen. „Hier geht es aber eher um Geschicklichkeit, als um Tempo“, erklärt Brühland. Der Abstand zwischen den Pylonen, die es zu durchfahren gilt, scheint kaum breiter zu sein als die Karts selber. Doch für Sven und Lukas kein Problem. Auch die vorgegebenen Slaloms fahren sie (fast) fehlerfrei.

Im kommenden Jahr möchte Tim Brühland mit seinen Jungs auch an DMV(Deutscher Motorsport-Verband)-Meisterschaften teilnehmen. Die Jugendkartabteilung des AC Monheim wäre zu fünft zwar schon eine komplette Mannschaft, die bestehe nämlich aus drei bis fünf Personen; dennoch werden noch neue Mitglieder gesucht. Alle Interessierten zwischen neun und 18 Jahren können mitfahren. Ein Helm und lange Kleidung, mehr ist nicht mitzubringen.

„Es ist uns aber wichtig, dass die Eltern auch Interesse an dem Sport haben und ihre Kinder nicht nur hier abliefern“, sagt Gabi Hackel. Der Kartsport sei ein aufwendiger Sport, der unter Umständen das ganze Wochenende in Beschlag nimmt.